Florian Wirtz als Liverpool-Sinnbild: „Er muss mehr machen“
Dieses Extra-Lob ist Balsam für Wirtz
Florian Wirtz steht sinnbildlich für die vergeblichen Mühen des FC Liverpool im Topspiel gegen den FC Arsenal. Der deutsche Star deutet Fehler im Spiel des eigenen Teams an.
Der FC Liverpool ist bei der Niederlage gegen den FC Arsenal im Topspiel der Premier League (0:1) über weite Strecken der Partie angelaufen – und blieb dennoch ohne Tor.
Laut Datenanalyst Opta brachten die Reds beim 0:1 vor heimischem Publikum keinen einzigen Schuss zustande, der zu einem Tor hätte führen können. Florian Wirtz kam einem Treffer mit einem starken Freistoß an die Latte noch am nächsten, war aber dennoch ein Sinnbild der fehlenden Durchschlagskraft.
„Wirtz muss mehr machen“, titelte die BBC und fügte hinzu: „Ein Spieler mit seinem Preisschild muss in großen Spielen einfach mehr bringen.“ Der einstige Leverkusen-Profi war bekanntlich für rund 125 Millionen Euro an die Anfield Road gewechselt. Ein ähnliches Bild zeichnete die Daily Mail: „Ein weiteres wichtiges Spiel, bei dem sich die Fans mehr gewünscht hätten. Es gab zwar einige nette Momente, aber er traf zu oft falsche Entscheidungen.“
Wirtz kann auch statistisch nicht überzeugen
Wirtz war zwar bei Weitem nicht der einzige sündhaft teure Offensivspieler der Reds, der gegen die bockstarke Defensive Arsenals kaum Land sah. Doch wie so häufig stand er besonders im Fokus.
81 Minuten lang war der 23-Jährige auf dem Feld, 51 Ballkontakte sprangen dabei heraus. Neben seinem traumhaften Freistoß aus spitzem Winkel fanden lediglich zwei blockierte Abschlüsse ihren Weg in die Statistik.
Besonders negativ fiel die Zweikampf-Bilanz aus: Wirtz gewann nur drei seiner zwölf direkten Duelle. Wie immer war der Deutsche engagiert (er lief 10,7 km, zog 17 Sprints an), wie so häufig war ihm der entscheidende Moment nicht vergönnt.
Wirtz deutet an: Liverpool machte Fehler
„Ich glaube, wir haben über weite Strecken das Spiel gemacht“, sagte Wirtz nach der Partie am Sky-Mikrofon. Sein Team habe auch die besseren Chancen gehabt. „Wir haben uns ein doofes Gegentor gefangen und unsere Chancen nicht genutzt. Das ist natürlich bitter.“
Wirtz verwies auf die defensive Ausrichtung der Gunners gerade im zweiten Durchgang – kritisierte aber auch Fehler in der Herangehensweise seines eigenen Teams: „Sie sind eine gute Mannschaft und sie wissen vor allem, wie man verteidigt. Da waren wir leider nicht geduldig genug, haben ein bisschen die Position nicht gehalten und sind dann nicht in die gefährlichen Räume gekommen.“