Auch Bayern dran? Wirbel um United-Juwel JJ Gabriel

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Auch Bayern dran? Wirbel um United-Juwel JJ Gabriel

Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel des 15-jährigen JJ Gabriel sorgen in England für große Aufregung. Im Hintergrund scheint vor allem Gabriels Vater die Fäden zu ziehen.

Diese Nachricht sorgte für Aufsehen – vor allem bei Manchester United. JJ Gabriel gilt als eines der größten Stürmertalente auf der Insel und zählt zu den großen Nachwuchshoffnungen der Red Devils. Nun steht der 15-Jährige wohl vor einem überraschenden Abschied. Medienberichten zufolge hatte er um die Aufhebung seiner Registrierung in der Jugendakademie der Red Devils gebeten.

Gabriel, der aufgrund seines außergewöhnlichen Talents den Spitznamen „Kid Messi“ trägt, hatte zuvor sämtliche Instagram-Posts gelöscht und Hinweise auf Manchester United aus seinem Profil entfernt. Aber was ist da los?

Europäische Top-Klubs sollen Interesse an dem 15-Jährigen bekundet haben
Europäische Top-Klubs sollen Interesse an dem 15-Jährigen bekundet habenEuropäische Top-Klubs sollen Interesse an dem 15-Jährigen bekundet haben© IMAGO/Sportimage

JJ Gabriel: Wirbel um Ausnahmetalent von Manchester United

Seit er 11 Jahre alt ist, spielt Gabriel für die Red Devils und hat kontinuierlich mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. In der vergangenen Saison kam er im Nachwuchs auf die beeindruckende Bilanz von 23 Treffern in 23 Einsätzen und wurde mit dem „Jimmy Murphy Young Player of the Year Award“ ausgezeichnet.

Besonders überraschend kam Gabriels Wunsch angesichts seiner sportlichen Perspektive. Bei Manchester United entwickelt er sich zu einer großen Nachwuchshoffnung und könnte schon bald den Sprung in die Profi-Mannschaft schaffen.

Vor dem Spiel gegen Brighton & Hove Albion am Mittwoch noch wurde über ein mögliches Debüt des 15-Jährigen diskutiert. Letztlich wurde das Ausnahmetalent bei der 2:3-Niederlage in der dritten Runde des League Cup doch nicht berücksichtigt.

Auch im Champions-League-Spiel gegen Sabah FK bekam Gabriel keine Einsatzminuten. Harry Amass und Shea Lacey erhielten beim 4:0-Sieg den Vorzug. Gabriel konnte aufgrund der geltenden Alters- und Kaderregeln noch nicht auf der entsprechenden Liste geführt werden. Für die B-Liste kommt er erst infrage, wenn er am 6. Oktober 16 Jahre alt wird.

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Transfer-Gerüchte auch im den FC Bayern

Dann wäre nach den offiziellen Regularien auch ein Wechsel ins europäische Ausland möglich. Nach Informationen von The Athletic stehen mit Real Madrid, dem FC Barcelona, dem FC Bayern München und Paris Saint-Germain zahlreiche Interessenten in Lauerstellung.

In München scheint man die aktuelle Lage genau zu beobachten. Transferexperte Fabrizio Romano berichtete von einem Interesse sowie einer Kontaktaufnahme des deutschen Rekordmeisters – konkrete Gespräche soll es bislang nicht gegeben haben.

Christoph Freund reagiert auf Berichte um Gabriel und Bayern

Christoph Freund äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin zu den Gerüchten: „Ich spreche nicht über Spieler, die bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen. Aber wir kennen den Spieler, weil er sehr talentiert ist – sicher ein außergewöhnliches Talent.“

Auf die Frage, ob der FC Bayern derzeit in ernstem Austausch mit dem 15-Jährigen stehe, antwortete Freund lediglich: „Aktuell nicht.“

Gleichzeitig versucht auch Manchester United, den Wind aus den Segeln zu nehmen. Am Rande der 2:3-Niederlage gegen Brighton mahnte United-Trainer Michael Carrick zur Vorsicht: „Er ist ein 15-jähriger Junge. Es geht eigentlich mehr um das Wohlergehen, die Fürsorge und die Zuwendung für JJ als Kind. Die Situation ist, wie sie ist, aber wir müssen vorsichtig sein, was die öffentliche Aufmerksamkeit angeht und wie sehr wir darauf eingehen.“

Dass Gespräche über einen möglichen Wechsel stattgefunden haben, verneinte Carrick nicht. „Als Verein sind wir natürlich alle in diese Gespräche eingebunden. Ich denke nur, dass wir dabei sehr vorsichtig sein müssen“, betonte der Trainer.

In der britischen Presse wird der mögliche Wechsel dennoch bereits heiß diskutiert. Übereinstimmend ist von einem „Paukenschlag“, sollte dieser Wechsel wirklich zustande kommen.

Welche Rolle spielt sein Vater?

Eine besondere Rolle in Gabriels Karriere kommt seinem Vater Joe O’Cearuill zu. Der ehemalige Profi stand unter anderem bei Arsenal und Brighton unter Vertrag und lief zweimal für die irische Nationalmannschaft auf.

Vater Joe O’Cearuill lief unter anderem zweimal für die irische Nationalmannschaft auf
Vater Joe O’Cearuill lief unter anderem zweimal für die irische Nationalmannschaft auf Vater Joe O’Cearuill lief unter anderem zweimal für die irische Nationalmannschaft auf © IMAGO/ANP

In der Vergangenheit sorgte er immer wieder durch polarisierende Aussagen für Schlagzeilen. Öffentlich prahlt er regelmäßig mit dem Talent seines Sohnes und neigt zu Übermut, wenn es um sportliche Vergleiche geht. So stellt er seinen 15 Jahre alten Sohn auf eine Stufe mit Neymar, Lamine Yamal oder Lionel Messi.

Ein Nutzer, der in den sozialen Medien äußerte, Gabriel sei gewöhnlich und „wie jeder andere Spieler“, erntete daraufhin viel Kritik von O’Cearuill.

Namensänderung für die bessere Vermarktbarkeit

Wie konsequent O’Cearuill das fußballerische Talent seines Sohnes vermarktet, zeigte sich zuletzt durch eine Namensänderung. JJ Gabriel heißt mit bürgerlichem Namen eigentlich Joseph Junior Andreou O’Cearuill. Wie die britische The Sun berichtete, hatte Vater O’Cearuill eine Namensänderung angestoßen, um seinen Sohn „markentauglicher“ machen zu können.

Es scheint, als hätte sich O’Cearuill völlig der Vermarktung seines Sohnes verschrieben. Er zog mit der Familie in den Nordwesten Englands, da er überzeugt war, dass Manchester United das Potenzial seines Sohnes erkennen würde. Diese Wahrnehmung hat sich nun offenbar geändert – zumindest bei O’Cearuill selbst.

Denn für Manchester United ist Gabriel ein echtes Versprechen für die Zukunft. Die Transfergerüchte um ihren Youngster haben die Red Devils dennoch in Aufruhr versetzt. Ein Weggang des Ausnahmetalents wäre ein herber Rückschlag. Lange hat man in Manchester offenbar versucht, Gabriel – oder besser gesagt: seinen Vater – bei Laune zu halten. Der hat jedoch offenbar größere Pläne für seinen Sohn.

Ob Gabriel tatsächlich den nächsten Schritt bei einem anderen Verein machen wird oder ob Manchester United ihn noch zum Verbleib bewegen kann, ist derzeit offen.