Fußballwelt staunt über Cristiano Ronaldo

Dieses Ronaldo-Statement hat es in sich
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Dieses Ronaldo-Statement hat es in sich

Cristiano Ronaldo sorgt mit einem beispiellosen Statement für Verwunderung. Eine Portugal-Legende rechnet ab, auch die internationale Presse fällt ein Urteil.

Cristiano Ronaldo hat die Wahrheit in knapp 2.000 Worten verkündet. Genauer gesagt: Seine Version der Wahrheit. Der portugiesische Weltstar sorgte mit seinem beachtlichen Statement zu seinem Abgang aus der Nationalmannschaft für Staunen in der Fußballwelt.

Über 14 Millionen Likes bekam der 41-Jährige für seine Aussagen bei Instagram, fast eine halbe Million Menschen kommentierten die Nachricht innerhalb von zwölf Stunden. Und natürlich dominierte „CR7“ einmal mehr die Schlagzeilen, nicht nur in seiner Heimat.

Cristiano Ronaldo bewegt die Fußballwelt
Cristiano Ronaldo bewegt die FußballweltCristiano Ronaldo bewegt die Fußballwelt© IMAGO/ZUMA Press Wire

„Ronaldo entschuldigt sich bei den Portugiesen und fertigt Jorge Jesus ab: Ein explosives Statement“, schrieb A Bola zu der beispiellosen Erklärung Ronaldos. „Cristianos Bericht über die Stunden, die alles explodieren ließen“, titelte die Marca. „Ronaldo vernichtet Portugals Cheftrainer mit 2.000 Worten“, meinte The Telegraph.

Ronaldo? Jorge Jesus auf dem falschen Fuß erwischt

Der Fußballer von Al-Nassr hatte in seiner langatmigen Stellungnahme Vorwürfe gegen Nationaltrainer Jesus erhoben, sich bei Fans und Mitspielern entschuldigt, gleichzeitig aber erklärt, er werde dem Nationalteam „immer“ zur Verfügung stehen.

Jesus wurde von den Worten des Stürmers derweil offenbar zunächst auf dem falschen Fuß erwischt. Nach einem Spiel der U21-Nationalmannschaft wurde der Coach von Journalisten im Auto abgefangen. „Ich werde das Statement jetzt lesen, ich habe nichts zu sagen“, war das einzige, was er mitteilen konnte.

DEINE MEINUNG

Tags darauf hielten ihn die Reporter beim Verlassen seines Hauses auf: „Ich habe die Erklärung gelesen. Und jetzt gehe ich, wie jeden Tag, zum Verband zur Arbeit und denke über die Mannschaft und die portugiesische Nationalmannschaft nach. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.“

Wie es nun weitergeht, ist völlig offen. Der Ex-Nationalspieler Antonio Simoes rief die Beteiligten zur Vernunft auf, ging aber vor allem mit Ronaldo hart ins Gericht.

„So etwas habe ich noch nie bei einem König erlebt“

„Es ist besser, einen Weg zu finden, Frieden zu stiften, als den Krieg fortzusetzen“, sagte die Benfica-Legende zu A Bola: „Wir müssen Cristiano Ronaldo nicht recht geben, und ich glaube auch nicht, dass er recht hat, aber wenn er nun einräumt, dass er einen Fehler begangen hat, dann muss er nicht an den Pranger gestellt werden.“

Simoes weiter: „Es ist gesunder Menschenverstand gefragt.“ Bei Ronaldo habe er manchmal das Gefühl, „dass er ein Egozentriker ist, der nur an sich selbst denkt. Dieser Spieler hat diesen ganzen Weg hinter sich, er ist reif, er ist ein Mann – er sollte eine Denkweise entwickeln, die nicht egozentrisch ist.“

Der ehemalige Portugal-Spieler, der 1962 den Europapokal der Landesmeister gewann, riet Ronaldo zu einem baldigen Abschied: „Ich habe mit dem König namens Eusébio gespielt, ich habe mit Pelé und Maradona gelebt, aber so etwas habe ich bei einem König noch nie erlebt. Ein 41-jähriger Mann, der Fußball spielt … Wäre es nicht besser, aufzuhören?“

Für Ronaldo ist „alles schiefgelaufen“

Dass Ronaldo sehr viel von sich selbst hält, ist keine neue Erkenntnis. Diverse Male bezeichnete er sich in seiner Karriere als den besten Spieler der Welt. Und auch seine Erklärung zum angeblichen Wortbruch von Coach Jesus unterstrich dies, wie auch internationale Medien hervorhoben.

„‚Ein Spieler vom Kaliber eines Pelé oder Maradona: Was Ronaldo von seinem Trainer hören wollte“, titelte L’Équipe in Frankreich. Die Zeitung wies darauf hin, dass Ronaldo darauf bestanden habe, dass Jesus ihn bei einer öffentlich vorgetragenen Entschuldigung mit den Größten der Geschichte vergleiche.

„Es war ein Fehler von mir, jemanden vom Kaliber eines Pelé oder Maradona aufwärmen zu lassen und ihn dann nicht ins Spiel zu bringen. Wenn es heute wäre, würde ich das nicht nochmal tun“, sollte Jesus vortragen, hatte Ronaldo behauptet. Sein Trainer hatte dies aber nicht getan.

Auch eine Entschuldigung war ihm nicht über die Lippen gekommen, was Ronaldo letztlich zum Anlass für seine Flucht nahm. „All Gone Ron“, schrieb die Sun wortspielend in England, alles schiefgelaufen also.