Jotas Tod verstört Klopp bis heute

von SPORT1
Emotionales Zeichen! Liverpool verewigt Jota
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Emotionales Zeichen! Liverpool verewigt Jota

Rute Cardoso schildert in einer neuen Diogo-Jota-Biografie die Stunden nach dem tödlichen Unfall ihres Mannes und dessen Bruder André Silva. Auch Jürgen Klopp spricht zum tragischen Unfall.

Rute Cardoso hat die schreckliche Nacht geschildert, in der sie vom Tod ihres Ehemanns Diogo Jota und dessen Bruder André Silva erfuhr. Auch Jürgen Klopp spricht in der am Donnerstag erschienenen Biografie „Diogo Jota: Forever In Our Hearts“ über den Verlust des früheren Liverpool-Stürmers. Der ehemalige Reds-Coach gibt dabei zu, den Tod des Portugiesen bis heute nicht wirklich verarbeitet zu haben.

Jota starb im Alter von 28 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder bei einem Verkehrsunfall in Spanien. In der von dem portugiesischen Journalisten José Manuel Delgado verfassten Biografie erinnert sich Cardoso an die wachsende Sorge um ihren Mann, nachdem Nachrichten während seiner Fahrt durch Spanien nicht mehr zugestellt wurden.

Diogo Jota starb im Juli 2025 bei einem Autounfall.
Diogo Jota starb im Juli 2025 bei einem Autounfall.Diogo Jota starb im Juli 2025 bei einem Autounfall.© IMAGO/NurPhoto

Jota und André Silva waren Anfang Juli 2025 auf dem Weg nach Santander, um von dort mit der Fähre nach Großbritannien überzusetzen. Zuvor hatte Jota nach Angaben seiner Frau zunächst einen Ferrari und anschließend einen Lamborghini gemietet, den er in Santander zurückgeben sollte. Die Brüder planten eine Übernachtung in einem Hotel in Benavente, kamen dort jedoch nie an.

Diego Jota kam nie in Santander an

Nach der Abfahrt hatte Cardoso ihrem Mann zunächst eine Nachricht mit guten Wünschen für die Reise geschickt. Später stellte sie ein Video von ihrem gemeinsamen Hochzeitstag in einen Gruppenchat und wollte es auch Jota zeigen. „Wenn du anhältst, habe ich ein Video, das ich dir zeigen will“, schrieb sie ihm. Die Nachricht wurde zugestellt, blieb aber ungelesen. Wenig später erreichten auch ihre Nachrichten an André Silva die Empfänger nicht mehr.

Als das Hotel bestätigte, dass zwei Männer in einem grünen Lamborghini nicht eingecheckt hätten, schaltete Cardoso Verwandte ein. Ihr Onkel kontaktierte schließlich die spanische Verkehrspolizei. Am Telefon hörte sie die Worte: „Die Leichen werden abtransportiert.“ Cardoso wollte die Nachricht zunächst nicht glauben. „Das ist ein Witz, das kann nicht wahr sein. Das kann auf der Welt nicht wahr sein“, erinnerte sie sich.

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Ein spanischer Polizist bestätigte ihr anschließend den Tod ihres Mannes. Cardoso fuhr später zur Unfallstelle und danach in die Leichenhalle. Dort wurden ihr Jotas Uhr, Geldbörse und Ehering übergeben.

Jürgen Klopp: „Konnte nicht sprechen“

Auch Klopp schildert in der Biografie, wie sehr ihn die Nachricht vom Tod seines früheren Spielers erschütterte. „Als ich von Diogos Unfall hörte, stand ich unter Schock und konnte nicht einmal sprechen“, sagte der ehemalige Liverpool-Trainer.

Er räumte ein, dass er den Verlust noch immer nicht verarbeitet habe. „Ich bin 58 Jahre alt. Ich weiß, dass Menschen sterben, dass das zum Leben dazugehört. Aber ich habe es bis heute, muss ich zugeben, nicht wirklich geschafft, damit klarzukommen.“

Jürgen Klopp kann den Tod Jotas immer noch nicht fassen
Jürgen Klopp kann den Tod Jotas immer noch nicht fassenJürgen Klopp kann den Tod Jotas immer noch nicht fassen© IMAGO / Shutterstock

Als seine Assistentin Danielle ihn um einen Beitrag für das Buch gebeten habe, habe er zunächst zugesagt. Während des Gesprächs sei ihm jedoch bewusst geworden, wie schwer es ihm falle, über Jota zu sprechen. „Jetzt, wo wir reden, merke ich, dass ich dafür nicht bereit bin. Ich habe fast mein ganzes Leben gesprochen, aber jetzt bin ich einfach nur sprachlos. Das ist verrückt“, erklärte Klopp.

Neben den persönlichen Erinnerungen blickt der frühere Reds-Coach auch auf Jotas sportliche Entwicklung zurück. Der Portugiese wechselte im September 2020 von den Wolverhampton Wanderers nach Liverpool. Klopp erinnert sich, dass ihn Jota während eines Wolves-Spiels sofort überzeugt habe, als dieser auf die linke Seite ausgewichen sei und dabei seine Physis, Technik und Durchsetzungskraft gezeigt habe.

„Ich dachte sofort: Ich will diesen Spieler. Es war ein Bauchgefühl, auf das man sich normalerweise verlassen kann“, sagte Klopp. Anders als bei üblichen Transfers habe er damals selbst die Initiative ergriffen und die Verantwortlichen um weiteres Material zu Jota gebeten. Liverpool habe einen vielseitig einsetzbaren Spieler gebraucht. „Diogo konnte mehrere Positionen spielen. Und er hatte die richtige Einstellung und Mentalität für einen Klub wie Liverpool“, erklärte der Deutsche.

Die Biografie „Diogo Jota: Forever In Our Hearts“ enthält neben den Erinnerungen Cardosos und Klopps auch Beiträge von Arne Slot, Virgil van Dijk und Jordan Henderson. Das Buch ist seit Donnerstag erhältlich. Nach Angaben des Klubs sollen die Gewinne des FC Liverpool in ein nach Jota benanntes Nachwuchsfußballprogramm der LFC Foundation fließen und so den Breitensport unterstützen.


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.