Politiker bei Heim-WM im Zwiespalt

von SID
Deutscher WM-Kracher endet dramatisch

Deutscher WM-Kracher endet dramatisch

In der Brust von Ministerpräsident Rob Jetten schlägt neben dem niederländischen auch ein Herz für eine andere Nation. Es geht um seinen Verlobten.

Zwei Spiele, zwei Siege: Titelfavorit Niederlande ist wie erwartet souverän in die Hockey-WM im eigenen Land gestartet.

Vielleicht auch wegen der prominenten Unterstützung auf der Tribüne durch Ministerpräsident Rob Jetten – doch der feuerte beim 3:1-Sieg am Dienstag in Amstelveen nicht nur Oranje, sondern auch den Gegner aus Argentinien an. Der Grund: Jetten ist seit November 2024 mit dem argentinischen Spieler Nicolás Keenan verlobt.

Ministerpräsident Rob Jetten und sein Verlobter Nicolás Keenan
Ministerpräsident Rob Jetten und sein Verlobter Nicolás Keenan Ministerpräsident Rob Jetten und sein Verlobter Nicolás Keenan © IMAGO/ANP

Hockey-WM: Ministerpräsident feuert beide Nationen an

„Ich habe den ganzen Tag gearbeitet und bin schnell von Den Haag hierher gekommen“, sagte Jetten dem TV-Sender NOS vor dem Spiel, drückte jedoch auch seiner eigenen Nation die Daumen. „Ich bin hier, um die Niederlande anzufeuern – und ein kleines bisschen für meinen Verlobten. Vielleicht kann er ein Tor für Argentinien machen und die Niederlande den Sieg sicherstellen“, sagte Jetten diplomatisch.

Schon beim ersten Spiel der Argentinier am Sonntag war Jetten vor Ort, gegen Japan (3:0) trug er sogar ein argentinisches Trikot. Beim ersten Spiel der Niederlande gegen Neuseeland (5:1) saß der Ministerpräsident jedoch ordnungsgemäß im Oranje-Trikot auf der Tribüne, am Dienstag trug er Anzug und Oranje-Schal.

Die Niederlande zählen als Olympiasieger und dreimaliger Medaillengewinner bei den letzten Weltmeisterschaften als großer Favorit bei der WM auf heimischem Boden, die mit Belgien noch einen zweiten Gastgeber hat. Im Turnierverlauf könnte es auch zum Duell mit der Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) kommen. Die „Honamas“ hatten sich am Montag mit dem 1:0 gegen Belgien ebenfalls bereits für die anschließende Zwischenrunde qualifiziert.