Melsungen von Golla „enttäuscht“, aber „gesprächsbereit“

von SID
Melsungen von Golla „enttäuscht“, aber „gesprächsbereit“

Nach dem emotionalen Statement von Johannes Golla bezieht jetzt die MT Melsungen erneut Stellung

Die MT Melsungen zeigt sich bezüglich des viel diskutierten Wechsel-Wunsches von Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla grundsätzlich „gesprächsbereit“ – sieht den Vorgang aber nicht als „Selbstläufer“ an.

In einem Statement am Montag machten die Verantwortlichen des Handball-Bundesligisten ihre Enttäuschung über das Bestreben von Golla nach einer schnellen Flensburg-Rückkehr deutlich, betonten jedoch auch, den Wunsch von Golla und seiner Familie zu respektieren.

Es sei wichtig, zu betonen, „dass Verträge grundsätzlich auch gelebt und erfüllt werden müssen, denn ansonsten sind sie das Papier nicht wert“, schrieb die MT bei Instagram, es unterzeichneten die Vorstände Andreas Mohr und Jesper Larsson: „Alles andere wäre ein fatales Signal für den Handball insgesamt.“

Die MT sei im Sinne der nachhaltigen und erfolgreichen Entwicklung des Klubs auch „gesprächsbereit, das Thema einem Ergebnis zuzuführen – aber eben nicht als ‚Selbstläufer‘ oder als ‚Selbstverständlichkeit‘.“

Golla will aus persönlichen Gründen zurück nach Flensburg

Golla hatte erst am Sonntag persönlich bestätigt, wie ernst es ihm mit der Rückkehr in den Norden ist. „Menschen, die mich gut kennen, haben längst gesehen, dass es mittlerweile nicht mehr nur Heimweh ist, sondern meine mentale Gesundheit ernsthaft gefährdet ist“, schrieb der 28-Jährige bei Instagram.

Der Tabellenfünfte ist unmittelbar an der Situation beteiligt: „Dieser Wechselwunsch hat Auswirkungen auf unsere langfristige Planung in allen Bereichen“, schrieben die Melsunger.