Rolle rückwärts im Handball-Beben

von SID
Rolle rückwärts im Handball-Beben

Der Grundlagenvertrag zwischen DHB und HBF bleibt bestehen. Der Deutsche Handballbund hatte eigentlich vorzeitig gekündigt. Durch den Schritt geben sich die Parteien mehr Zeit.

Der Deutsche Handballbund (DHB) hat die Kündigung des Grundlagenvertrags mit der Handball Bundesliga Frauen (HBF) zurückgezogen und stattdessen weitere Gespräche mit dem Ziel einer Erneuerung angekündigt. Der aktuelle Vertrag solle wie ursprünglich veranschlagt bis zum 30. Juni 2028 fortbestehen.

Die Kündigung habe das Präsidium bei seiner Sitzung in Hamburg bereits am Samstag zurückgenommen, „um gemeinsam mit der HBF mehr Zeit für die notwendige Ausgestaltung eines neuen Vertragswerks zu gewinnen“, schrieb der DHB in einer Mitteilung.

Für die Ausgestaltung seien bereits weitere Gesprächstermine vereinbart worden. „Wir sind vom Potenzial des deutschen Frauenhandballs überzeugt. Um dieses aktivieren zu können, bedarf es eines Weges, den wir gemeinsam konkretisieren werden“, sagte DHB-Vorstandsvorsitzender Mark Schober. Das Vorhaben sei „eine große gemeinsame Kraftanstrengung“, aber nötig, „um unsere Ziele zu erreichen“.

Die frühzeitige Kündigung war laut Aussage des DHB zuvor erfolgt, „um gemeinsam mit der HBF die weiteren Schritte zur Professionalisierung des Frauenhandballs vereinbaren zu können“, den aktuellen Aufschwung durch die Erfolge im deutschen Frauenhandball also voranzutreiben. Schober hatte gegenüber dem Spiegel gesagt, der DHB sei „mit der Weiterentwicklung der HBF nicht einverstanden“ gewesen. Mit der Aufhebung der Kündigung gaben sich die Parteien nun mehr Zeit zur Ausarbeitung.