Aus für umstrittene LIV-Golf-Tour

von SID
Aus für umstrittene LIV-Golf-Tour

Die Gespräche mit einem potenziellen Geldgeber sind gescheitert. Das einstige Großprojekt ist somit nach nur fünf Jahren beendet.

Die umstrittene Golf-Tour LIV wird nach fünf Jahren, die den weltweiten Golfsport erschütterten, eingestellt. Die Pläne für einen Neustart – nachdem die ursprünglichen saudischen Geldgeber abgesprungen waren – sind endgültig gescheitert. Dies teilte LIV Golf am Donnerstag in einer Stellungnahme mit. Verhandlungen mit dem potenziellen Partner BC Partners seien nicht erfolgreich verlaufen.

„Trotz ausführlicher Gespräche konnten sich die beteiligten Parteien letztlich nicht auf eine einvernehmliche Lösung für bestimmte noch offene Bedingungen der im Rahmen der Vereinbarung geplanten Transaktion einigen“, so LIV Golf: „Angesichts der aktuellen Umstände halten wir eine geordnete Abwicklung für den verantwortungsvollsten Weg für die Liga.“

Nach Insolvenzantrag: LIV-Tour ist gescheitert

Die einst äußerst finanzstarke, von Saudi-Arabien unterstützte Liga – die den Golfsport durch das Abwerben von Superstars von der traditionellen PGA Tour völlig auf den Kopf gestellt hatte – wird ab Montag mit der Liquidation ihrer verbleibenden Vermögenswerte beginnen, entschied ein Insolvenzgericht in New Jersey. Der saudische Staatsfonds PIF hatte seit 2022 schätzungsweise fünf Milliarden US-Dollar in die Tour investiert, bevor er Anfang dieses Jahres überraschend die Unterstützung einstellte.

LIV hatte im September offiziell Insolvenz angemeldet. Die Verantwortlichen hatten damals noch einen Neustart als „LIV 2.0“ für die kommende Saison in Aussicht gestellt – mit einem verkürzten Turnierkalender, geringeren Preisgeldern und der Möglichkeit für Spieler, Anteile an der Liga zu erwerben. BC Partners hatte ursprünglich eine Finanzierungszusage von bis zu 300 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.

Doch in den vergangenen Wochen gaben mehrere ehemalige LIV-Stars, darunter der Spanier Jon Rahm, öffentlich bekannt, dass sie bei der neuen Version der Tour nicht mehr dabei sein werden. Bei etlichen anderen Spielern galt die Entscheidung ebenfalls als unsicher.