Frustbewältigung von Ronaldo und Belgien – Russen und Türken verlieren weiße Westen
Portugal und Belgien haben sich ihren Frust von der Seele geschossen.
Europameister Portugal und sein Superstar Cristiano Ronaldo haben sich in der Qualifikation zur Fußball-WM 2022 in Katar den Frust über die ersten Punktverluste ebenso von der Seele geschossen wie der Weltranglistenerste Belgien. Ronaldo höchstpersönlich sorgte drei Tage nach seinem Ärger über das 2:2 in Serbien beim 3:1 (1:1) in Luxemburg für das entscheidende Tor. Belgien betrieb nach seinem 1:1 in Tschechien durch ein deklassierendes 8:0 (4:0) gegen Belarus Wiedergutmachung. Die Niederlande spielten sich bei ihrem 7:0 (1:0) in Gibraltar nach dem Seitenwechsel ebenfalls in einen Torrausch.
Unterdessen büßten der frühere WM-Gastgeber Russland und die Türkei als nächste Mannschaften auf dem Weg nach Katar ihre weißen Westen ein. Russland verlor in der Slowakei 1:2 (0:1), und die Türkei musste sich nach einem Tor des Düsseldorfer Legionärs Kenan Karaman gegen Lettland trotz 2:0- und 3:1-Führungen mit einem 3:3 (2:1) begnügen. Dadurch konnte Oranje wie Norwegen durch ein 1:0 (1:0) in Montenegro in der Gruppe G bis auf einen Punkt an die Türken heranrücken.
Kroatien nutzte Russlands Niederlage in der Gruppe H. Der Vizeweltmeister feierte gegen Malta mit 3:0 (0:0) nach Anlaufproblemen den zweiten Erfolg nacheinander und verdrängte die Sbornaja vom ersten Rang.
Ronaldo, dem gegen Serbien das vermeintliche Tor zum 3:2 in der Nachspielzeit aberkannt worden war, erwies sich für EM-Champion Portugal einmal mehr als Sieggarant. Sechs Minuten nach der Pause rückte der frühere Weltfußballer die Verhältnisse nach Luxemburgs zwischenzeitlicher Führung durch seinen Treffer zum wegweisenden 2:1 wieder zurecht. Die weiter ungeschlagenen Iberer liegen gleichauf mit Serbien, das in Aserbaidschan einen 2:1 (1:0)-Pflichtsieg einfuhr, an der Spitze der Gruppe A.
Platz eins in der Gruppe E eroberte Belgien. Mit den Dortmundern Thorgan Hazard und Thomas Meunier feierten die „Roten Teufel“ ein Schützenfest und profitierten von Tschechien gleichzeitiger 0:1 (0:0)-Niederlage in Wales.
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