Absurde „Strafe“ für Ronaldo verkündet
Dieses Ronaldo-Statement hat es in sich
Der portugiesiche Fußballverband hat das Strafmaß für Cristiano Ronaldo nach dessen vorzeitiger Abreise während der letzten Länderspielperiode verkündet.
Der portugiesische Fußballverband hat am Montag die Strafe von Cristiano Ronaldo nach seiner vorzeitigen Abreise von der Nationalmannschaft bekanntgegeben. Die Folgen für den 41-Jährigen fallen dabei extrem milde aus. Neben einer Sperre für 30 Tage muss Ronaldo lediglich eine Geldstrafe in Höhe von 255 Euro leisten.
Zudem greift die Sperre, über die der Disziplinarrat entschieden hatte, für 30 Tage rückwirkend ab dem 30. September, als der Portugiese das Camp der Nationalmannschaft verlassen hatte. Somit muss Ronaldo nur noch elf Tage Sperre absitzen. Laut der Disziplinarverordnung wäre im Fall Ronaldos eine Sperre von bis zu sechs Monaten möglich gewesen.
Theoretisch ist eine Rückkehr schon bei den kommenden Länderspielen möglich. Portugal trifft am 14. November auf Dänemark und drei Tage später auf Wales.
Das ist der Hintergrund der Ronaldo-Strafe
Hintergrund des Verfahrens ist Ronaldos Verhalten in der zurückliegenden Länderspielpause in der Nations League. Ronaldo hatte das Trainingslager des Europameisters von 2016 nach dem Nations-League-Spiel in Norwegen (2:1) und vor der Partie in Dänemark überstürzt verlassen. Nationaltrainer Jorge Jesus hatte zuvor angekündigt, den Angreifer erneut nur auf die Bank zu setzen.
Einen Rücktritt schloss Ronaldo zuletzt aus, die Fortsetzung seiner Karriere in der Selecao machte er aber offenbar von einer Ablösung von Jesus abhängig. Der Trainer habe sein Wort ihm gegenüber gebrochen, klagte Ronaldo. Bei seinen Mitspielern entschuldigte er sich in einem Schreiben für seine Abreise, auch die Fans bat er um Verzeihung.
Mit vier Siegen aus vier Spielen hatte sich Portugal trotz des Wirbels um Ronaldo vorzeitig für das Viertelfinale der Nations League qualifiziert.
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)