Platzverweis! Wirbel um Israel-Debütant
Gelb, Tor, Gelb-Rot - und das binnen nicht einmal fünf Minuten: Israel Sayed Abu Farchi fliegt in Österreich aus dem Spiel - wegen einer Jubelgeste, die für Diskussionen sorgt.
Der israelische Fußball-Nationalspieler Sayed Abu Farchi ist bei seinem erstem Länderspiel von Beginn unfreiwillig ins Zentrum des Geschehens gerückt.
Im Nations-League-Duell bei Gastgeber Österreich traf der erst 20 Jahre alte Mittelstürmer in der 55. Spielminute zum 1:1-Ausgleich. So weit, so erfreulich. Dann aber tat Abu Farchi etwas Verhängnisvolles.
Gelb-Rot für Israel-Spieler nach Eckstangen-Geste
Der Angreifer des MLS-Klubs Colorado Rapids stürmte zur Eckfahne, rupfte sie aus dem Boden und vollführte mit dem Fahnenstock eine seltsame Geste. Er hielt ihn wie einen Billiard-Queue und vollführte eine Geste, die ein Teil der Zuschauer als Imitation eines Billardstoß, einen Teil als Schuss interpretierte.
Verschiedene Medien deuteten die Aktion unterschiedlich, auch unter Fans im Netz fielen die Diskussionen kontrovers und hitzig aus – befeuert auch von den anhaltenden Israel-Diskussionen, die nichts mit Sport zu tun haben.
Unabhängig davon, was Abu Farchi tatsächlich im Sinn hatte: Dem bulgarischen Schiedsrichter Georgi Kabakow ging die Aktion zu weit, und weil Abu Farchi bereits in der 52. Minute wegen eines Gerangels vor einer Ecke Gelb gesehen hatte, folgte nun Gelb-Rot (56.).
Abu Farchi war einigermaßen außer sich, ging wild gestikulierend und schimpfend in die Kabine. In Überzahl siegte Österreich, geschwächt durch eine Verletzung von Kapitän Michael Gregoritsch, am Ende nach zwei Last-Minute-Toren gegen den früheren Bayern-Keeper Daniel Peretz mit 3:1. Die Tore für die Alpenrepublik schossen Romano Schmid, Philipp Mwene (Asisst vom eingewechselten Paul Wanner) und Sasa Kalajdzic.
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)