Diese Klopp-Entscheidung verwundert Matthäus
Zum Genießen: 10 Minuten einfach nur Klopp
Lothar Matthäus schwärmt vom Wirken des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp. Eine Kaderentscheidung sorgt bei ihm jedoch für leichte Verwunderung.
Mit großer Vorfreude hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus auf die kommenden Nations-League-Spiele Deutschlands unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp vorausgeblickt und dessen Auftreten gelobt. „Wird jetzt alles besser? Ich glaube, es wird alles besser“, schwärmte Matthäus in seiner Sky-Kolumne von Klopp. „Schon Klopps Ansprachen hatten eine ganz andere Wirkung als bei seinen Vorgängern. Der persönliche Kontakt ist da, auch zu den Vereinsverantwortlichen.“
Das Klima stimme, so Matthäus, und sei „von Vertrauen geprägt. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so, aber Vertrauen ist wichtig. Die Spieler müssen wissen, wo sie stehen, die Vereine wollen wissen, was mit ihren Spielern passiert.“ Auch der Umgang mit enttäuschten Spielern wie Oliver Baumann, Deniz Undav und Matthias Ginter sei stilvoll gewesen.
Während sich Matthäus darüber freut, dass Marc-André ter Stegen eine neue Chance als Nummer eins erhalte, hat ihn eine Sache „etwas gewundert“ – „dass Klopp mit ter Stegen und Alexander Nübel die beiden ältesten Torhüter im ersten der beiden Kader berufen hat und die beiden Jüngsten, Jonas Urbig und Noah Atubolu, im zweiten Kader stehen.“ Ergänzt wird das Torhüteraufgebot von Augsburgs Finn Dahmen, der in beiden Kadern vertreten ist.
Matthäus überrascht mit deutscher Wunschaufstellung
Das erste Pflichtspiel unter Klopp würde Matthäus mit folgender Aufstellung angehen: ter Stegen im Tor; Josha Vagnoman, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und Nathaniel Brown in der Viererkette; Joshua Kimmich und Felix Nmecha vor der Abwehr („Sie wären schon bei der WM meine Doppel-Sechs gewesen“); Karim Adeyemi, Jamal Musiala und Kevin Schade hinter Stürmer Kai Havertz.
„Bei aller Experimentierfreude, die Klopp vielleicht hat: Ich glaube, dass er auf den meisten Positionen zunächst Spieler einsetzt, die schon Erfahrungen in solchen Partien und in einem Hexenkessel wie in Amsterdam gemacht haben. Das heißt aber nicht, dass die Neulinge keine Chance auf Einsatzzeiten haben“, erklärte Matthäus, der sich wundern würde, „wenn der Bundestrainer exakt die gleiche Elf im Kopf hätte wie ich“.
Deutschland trifft zum Auftakt der neuen Nations-League-Saison am Donnerstag in Amsterdam auf die Niederlande (ab 20.45 Uhr im SPORT1-Liveticker). Es folgen Spiele gegen Griechenland, Serbien und erneut Griechenland.