DFB-Tiefschlag: Baumann enttäuscht
Klopp erklärt den größten Überraschungskandidaten
Oliver Baumann äußert seinen Unmut über seine Nicht-Nominierung für die Nationalmannschaft und stichelt dabei auch gegen Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Oliver Baumann hat sich erstmals zu seiner Nicht-Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft in der ersten Länderspielpause unter Jürgen Klopp geäußert.
„Ich wusste es schon länger“, erklärte Baumann bei RTL Nitro nach der 0:2-Pleite der TSG Hoffenheim in der Europa League gegen OFI Kreta, die seine Laune nicht hob: „Die Entscheidung muss ich akzeptieren. Sie gefällt mir nicht, das ist ganz klar.“
Nächster Rückschlag für TSG-Torhüter
Der DFB schlage mit seinem XXL-Kader einen neuen Weg ein, den habe er zu respektieren, erklärte Baumann. Er habe bereits vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende von seiner Nicht-Nominierung für die anstehenden Nations-League-Spiele erfahren. Für den 36-Jährigen war dies der zweite bittere Rückschlag in der Nationalmannschaft binnen weniger Monate.
Bereits im Vorfeld der Fußball-WM im Sommer hatte ihn der damalige Bundestrainer Julian Nagelsmann als Nummer eins im DFB-Tor abgesägt und Manuel Neuer zurückgeholt. Baumann hatte zuvor fast ein Jahr lang als Stammkeeper zwischen den Pfosten gestanden und musste sich plötzlich mit der Reservistenrolle zufriedengeben.
„Das war unfassbar“: Baumann stichelt gegen Nagelsmann
Auch einige Monate später ist der Unmut beim Keeper über die Degradierung weiterhin groß: „Das im Sommer tat deutlich mehr weh. Das war unfassbar, wie das gelaufen ist. Ich wusste ja nicht, wo ich dran bin“, sagte Baumann. „Nicht nur aus einer Richtung tatsächlich“, fuhr der TSG-Keeper fort, ohne auszuführen, was er damit genau meint.
Nagelsmann hatte Baumann im Vorfeld der WM zunächst das Vertrauen ausgesprochen – dann aber ein klares Bekenntnis zu ihm vermieden, als das Comeback von Neuer konkreter wurde.
Anstelle von Baumann nominierte Klopp nun am Donnerstag insgesamt fünf verschiedene Torhüter für die Länderspiele in der Nations League, darunter auch Neuers designierten Bayern-Erben Jonas Urbig. Als Nummer eins ist zunächst erneut Marc-André ter Stegen vorgesehen – nach dessen Verletzung war Baumann im Vorjahr ins DFB-Tor gerückt.