Sabitzers Schuss ins Glück: Der Mann für die großen Tore

Traumhafte BVB-Antwort auf vier Minuten Füllkrug-Wahnsinn
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Traumhafte BVB-Antwort auf vier Minuten Füllkrug-Wahnsinn

Wer trifft, hat recht: Marcel Sabitzer hört auf seinen Trainer und setzt sich in der Diskussion mit Nico Schlotterbeck durch.

Fast wäre es zum spielentscheidenden Dortmunder Treffer gar nicht gekommen. „Das war total crazy. Eigentlich sagte Schlotti zu Sabi: ‚Lass den Svensson flanken.‘ Also weg vom Tor. Und ich rief von draußen rein: ‚Sabi, schieß bitte!'“, erklärte Niko Kovac nach dem 3:2-Sieg des BVB gegen Werder Bremen im DFB-Pokal im ZDF.

Das bestätigte der umjubelte Marcel Sabitzer, der in der dritten Minute der Nachspielzeit per Freistoß getroffen und damit „das Stadion zum Explodieren“ (ZDF-Experte Christoph Kramer) gebracht hatte: „Der Trainer hat von außen auch nochmal Input gegeben: Schieß!“ Kovac betonte: „Ich weiß, was er für einen Schuss hat. Von daher hat er auf den Trainer gehört. Dafür gebührt ihm ein Lob.“

Marcel Sabitzer traf zum Sieg für Dortmund gegen Bremen
Marcel Sabitzer traf zum Sieg für Dortmund gegen BremenMarcel Sabitzer traf zum Sieg für Dortmund gegen Bremen© IMAGO/Maximilian Koch

Sabitzer „der Mann für die großen Tore“

Und Nico Schlotterbeck, mit dem sich der Österreicher nicht ganz einig gewesen war, sagte: „Er hat einen unglaublichen Schuss. Ich habe trotzdem gefordert, dass Daniel (Svensson) die Flanke bringt. Wer trifft, hat recht. Der Sabi hat sich das nach den letzten Wochen und Monaten, in denen er oft zu Unrecht Kritik abbekommen hat, fraglos verdient.“

Schlotterbeck erinnerte daran, dass Sabitzer „irgendwie der Mann für die großen Tore“ ist: „Ich denke da an Atlético Madrid, jetzt hier in der 90. Das hat er sich verdient. Deswegen spielen wir alle Fußball.“

In der Champions-League-Saison 2023/2024 hatte Sabitzer im Viertelfinale gegen Atlético in der 74. Minute zum 4:2 getroffen, wodurch der BVB die nächste Runde erreichte.

Sabitzer „immer ein Freistoßschütze“ – jetzt wartet Bayern

Sabitzer erklärte, er sei „immer ein Freistoßschütze gewesen, in der Vergangenheit und eigentlich auch in der Gegenwart“. Er sei immer überzeugt von sich, wenn er antrete. „Heute war ein guter Moment, dass er so reinfliegt. Ich konnte der Mannschaft helfen, wir sind weiter, alles gut.“ Es war allerdings sein erstes direktes Freistoßtor auf Vereinsebene seit September 2019, damals noch im Trikot von RB Leipzig – Gegner war ebenfalls Werder Bremen.

Der BVB kann durch Sabitzers Schuss ins Glück durchatmen und nimmt das Gefühl des Sieges mit in das Spitzenspiel in München am Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER) – aber auch einige Hausaufgaben. Erneut gab das Kovac-Team eine eigentlich komfortable 2:0-Führung gegen Werder aus der Hand. Der frühere Borusse Niclas Füllkrug glich für die Grün-Weißen per schnellem Doppelpack (65., Foulelfmeter und 69.) nach seiner Einwechslung aus – und zeigte mit seinen Teamkollegen einige schwarzgelbe Schwachstellen auf.

Dennoch kündigte Sabitzer direkt an, dass der BVB auch beim FCB Bayern punkten will. Dafür wird allerdings eine Steigerung nötig sein.

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