Uzun? „Noch kein fertiger Spieler“
So eine erste Hälfte gab es im DFB-Pokal noch nie
Trotz des Interesses von Topklubs geht der Eintracht-Trainer vom Verbleib des türkischen Nationalspielers aus.
Zwei Tore, zwei Vorlagen: Beim höchsten DFB-Pokalsieg in der Geschichte von Eintracht Frankfurt ragte Can Uzun heraus. Der türkische Nationalspieler war beim 11:0 (10:0) gegen den Oberligisten SC St. Tönis beim Pokalauftakt in seiner Spielfreude nicht zu bremsen, initiierte selbst nach der höchsten Halbzeitführung einer Mannschaft im Pokal jemals unermüdlich einen Angriff nach dem anderen. Es war ein Auftritt, der bewies, warum sich der 20-Jährige auf den Zettel mehrerer Topklubs gespielt hat.
Geht es nach SGE-Trainer Adi Hütter, bleibt Uzun den Hessen für die kommende Saison erhalten. „Ich habe nichts Anderweitiges gehört“, sagte der Österreicher, auf Transfergerüchte um das Toptalent auf der Pressekonferenz nach dem Spiel angesprochen. „Ich habe das Gefühl“, fuhr er fort, „dass er sich in Frankfurt sehr wohlfühlt. Er hat schon noch ein paar Dinge, die er verbessern muss und ich möchte ihn einfach noch besser machen.“ Trotz seines Galaauftrittes sei Uzun „noch kein fertiger Spieler“.
Frankfurt: Woche der Extreme
Für den Rückkehrer auf die Trainerbank der Hessen war es eine Woche der Extreme. Erst die heftige Testspiel-Klatsche beim FC Brentford (0:7), sechs Tage später nun der Kantersieg, bei dem offensichtlich eine Menge Wut im Bauch im Spiel war.
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„Es waren tolle Tore und ein absolut verdienter Sieg in der Höhe“, frohlockte Hütter, mahnte aber zugleich, die Machtdemonstration nicht überzubewerten. Seine Mannschaft habe sich eines Bundesligisten angemessen präsentiert. „Wo wir genau stehen, werden wir nach den ersten Runden sehen“, befand der 56-Jährige. „Insgesamt bin ich aber zuversichtlich, auch wenn am Wochenende in Berlin gegen Union ein ganz anderes Spiel ansteht.“