Von ihm schwärmt sogar Undav
Hattrick zum Einstand! VfB-Neuzugang nicht zu stoppen
Dzenan Pejcinovic läuft in der ersten Pokalrunde erstmals in einem Pflichtspiel für den VfB Stuttgart auf - und trifft direkt dreifach. Im Nachgang erntet der 25-Millionen-Euro-Transfer großes Lob.
Angeführt von Dreierpacker Dzenan Pejcinovic hat der VfB Stuttgart die erste Hürde auf dem Weg zum dritten Endspiel in Serie genommen. Der Vorjahresfinalist setzte sich in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Fußball-Drittligisten Hansa Rostock mit 4:0 (2:0) durch. Damit ist das angestrebte Final-„Triple“ weiterhin möglich.
Für Hansa endete die Pokalreise dagegen bereits zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde. Pejcinovic (18., 38. und 82. ) erzielte bei seinem ersten Pflichtspiel für den VfB gleich drei Treffer. Tiago Tomas (74.) war ebenfalls erfolgreich.
„Man zahlt das Vertrauen als Stürmer am besten mit Toren zurück. Für mich ist aber auch wichtig, dass ich für die Mannschaft arbeite. Dass ich meinen Teil für den Erfolg beitrage. Das ist mir heute – glaube ich – ganz gut gelungen. Ich freue mich, so einen Einstand hingelegt zu haben“, sagte der Dreierpacker im Anschluss am ZDF-Mikrofon.
Auch sein Trainer Sebastian Hoeneß lobte im Nachgang: „Ich kann nur sagen, dass wir uns sehr, sehr um ihm bemüht haben, dass die Überzeugung von Anfang groß war und er als auch wir eigentlich nie einen Zweifel dran gelassen haben, dass wir das machen wollen. Es ist natürlich ein super Start, aber gerade jetzt müssen wir die Füße auf dem Boden lassen.“
Pejcinovic schaffte, was 25 Jahre keinem gelang
Pejcinovic ist der erste VfB-Spieler seit Adhemar im Februar 2001 in der Bundesliga gegen Kaiserslautern, der bei seinem Vereinsdebüt drei Tore schießt.
Hoeneß erklärte zudem die Hintergründe des Deals: Tatsächlich ein Spieler, den wir uns sehr früh angeschaut haben, Kontakt aufgenommen haben. Die Gespräche waren gut. Der Junge macht Spaß. Es ist natürlich super für ihn, so reinzukommen.“ Pejcinovic war erst vor anderthalb Wochen für rund 25 Millionen Euro aus Wolfsburg gekommen.
Sturmpartner Deniz Undav wollte derweil nichts von Zurückhaltung wissen: „Guter Einstand für Dzenan! Er hat einen brutalen linken Fuß und schweißt die Dinger rein. Das brauchst du in der ersten Runde: Eiskalt sein. Ich bin glücklich, es war ein souveräner Sieg.“
DFB-Pokal: Pejcinovic mit Dreierpack zum Einstand
Nachdem sich die Gastgeber in der Anfangsphase noch wacker geschlagen hatten, übernahm Stuttgart zunehmend die Kontrolle und kam immer mehr zu Ballbesitz. Vor allem defensiv offenbarte der Drittligist dabei Schwächen. Diese nutzte Tomas aus: Der Stuttgarter setzte sich durch und bediente Pejcinovic im Strafraum, der zur verdienten Führung einschob.
Kurz darauf hatten die Rostocker dennoch ihre erste große Chance. Leon Dajaku (22.) lief völlig frei auf den Stuttgarter Torwart Fabian Bredlow zu, entschied sich jedoch, den Ball noch einmal abzulegen – und verlor diesen dabei.
Hansa schaffte es in der Folge kaum noch, sich in der gegnerischen Hälfte festzusetzen. Auch wenn Stuttgart nicht durchgehend angriffslustig agierte, schlugen die Schwaben kurz vor der Pause erneut zu: Rostocks Franz Pfanne rutschte unglücklich aus, Pejcinovic nutzte die Gelegenheit und verwandelte zum Doppelpack.
Stuttgart eröffnet Bundesliga-Saison gegen den FC Bayern
Kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte musste die Partie auch schon wieder für acht Minuten unterbrochen werden, nachdem Hansa-Fans mit Pyrotechnik die Sicht verschleierten. In einer weitestgehend ereignislosen zweiten Halbzeit sorgte Tiago Tomas für einen Höhepunkt. Der Portugiese kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, wenig später durfte auch Pejcinovic nochmals jubeln.
Der Stürmer resümierte anschließend: „Wir wussten, dass es heute nicht einfach werden würde. Wichtig ist also, dass wir weitergekommen sind und die Challenge angenommen haben. Wir waren intensiv in den Duellen und haben uns vorne Chancen herausgespielt. Das ist uns gut gelungen.“
Am kommenden Freitag eröffnet Stuttgart die anstehende Bundesliga-Saison gegen den FC Bayern München.
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Mit Sport-Informationsdienst (SID)