Borussia Dortmunds skurriler Champions-League-Trip 

BVB-Gesang in Minute 85 fliegt den Fans um die Ohren
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BVB-Gesang in Minute 85 fliegt den Fans um die Ohren

Borussia Dortmund trifft in der Champions League auf Bodø/Glimt. Die Reise an den Nordpol hält für den BVB einige ungewöhnliche Abläufe bereit. Gleichzeitig ist sie der Auftakt in eine anstrengende Woche.

Vor Borussia Dortmund liegen strapaziöse Tage! In den kommenden acht Tagen werden die Mannschaft und der Staff rund 11.000 Reisekilometer zurücklegen. Die Zwischenstopps lauten: Bodø in Norwegen, Berlin und Baku in Aserbaidschan. Vor allem der Auftakt hoch im Norden bringt einige Besonderheiten mit sich.

Um 14.15 Uhr hebt der BVB-Flieger am Dienstag in Richtung Bodø zum Champions-League-Auswärtsspiel ab. Für die knapp 1800 Kilometer Luftlinie benötigen die Dortmunder rund zweieinhalb Stunden. Doch so lang die Anreise ist, so kurz sind die Wege vor Ort.

Das Brann Stadion von BVB-Gegner Glimt
Das Brann Stadion von BVB-Gegner GlimtDas Brann Stadion von BVB-Gegner Glimt© IMAGO/Bildbyran

Zwischen dem Flughafen und der Innenstadt der rund 43.000 Einwohner zählenden Stadt, wo auch das Teamhotel des BVB liegt, liegt gerade einmal etwas mehr als ein Kilometer. Das Stadion befindet sich nahezu auf halber Strecke – und damit ebenfalls nur unweit der BVB-Unterkunft.

Reise ohne BVB-Busfahrer

Kein Wunder also, dass der Mannschaftsbus die lange Reise an den Nordpol nicht auf sich nehmen wird. Busfahrer Christian „Schulle“ Schulz darf deshalb ein paar Tage verschnaufen. Mit dem Auto würde die Fahrt von Dortmund nach Bodø rund 30 Stunden dauern – ohne Pause.

Vor Ort werden die BVB-Profis stattdessen mit einem gemieteten und nicht im gewohnten BVB-Design gebrandeten Bus unterwegs sein.

DEINE MEINUNG

Auch sportlich warten in Bodø ungewohnte Abläufe auf die Dortmunder. Das Abschlusstraining findet – anders als zuletzt – nicht in Dortmund-Brackel, sondern direkt vor Ort statt. Die ersten 15 Minuten der Einheit sind ab 17.30 Uhr für die Medien geöffnet.

Auch BVB spielt auf ungewohntem Kunstrasen

Dass der BVB bereits im Stadion trainiert, dürfte keinesfalls ein Nachteil sein. Denn in Bodø wird auf Kunstrasen gespielt – ein Untergrund, den die meisten Dortmunder Profis kaum noch gewohnt sein dürften.

„Lange her“, sagte Waldemar Anton nach der Partie gegen Bremen (2:2), als er nach seinem letzten Spiel auf Kunstrasen gefragt wurde. So lange offenbar, dass sich der Innenverteidiger nicht einmal mehr daran erinnern konnte.

Dass in Bodø auf Kunstrasen gespielt wird, hat einen einfachen Grund: Der Untergrund ist pflegeleicht und kann nahezu das ganze Jahr über bespielt werden. Angesichts des skandinavischen Wetters ist das ein entscheidender Vorteil, um einen regelmäßigen Spielbetrieb gewährleisten zu können.

Auch Bodøs großer Konkurrent und künftiger Bayern-Gegner Viking Stavanger setzt auf Kunstrasen. Beide Teams liefern sich mit erstaunlich ähnlichen Statistiken ein enges Rennen an der Spitze der Liga. Auch das Youth-League-Spiel der BVB-U19 wird im Aspmyra Stadion ausgetragen (11 Uhr).

BVB vor anstrengender Woche

Nach dem Spiel gegen Bodø geht es für den BVB am Donnerstagmittag zurück nach Dortmund. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Bereits am Freitag steht die nächste Reise an: In der Hauptstadt wartet Union Berlin.

Direkt nach der Partie geht es zurück nach Dortmund, ehe am Montag die längste Reise dieser intensiven Tage beginnt. Dann macht sich der BVB auf den Weg nach Baku zum Champions-League-Auswärtsspiel gegen Sabah FK.

Zwischenzeitlich gab es sogar Überlegungen, nach dem Bundesliga-Spiel nicht noch einmal nach Dortmund zurückzukehren und sich dadurch zusätzliche Flüge zu ersparen. Doch Niko Kovac und die Spieler sprachen sich dafür aus, noch einmal die eigenen vier Wände anzusteuern.

Denn im eigenen Bett schläft es sich bekanntlich am besten.