Jackson verblüfft englische Presse

Emery gibt Ex-Bayern-Profi Tipps
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Emery gibt Ex-Bayern-Profi Tipps

Die hohe Ablösesumme von Nicolas Jackson löste Skepsis aus. Doch bei seinen ersten Auftritten kann der Stürmer überzeugen – und in der Champions League nun auch erstmals treffen. Es ist ein erster Hinweis der ehemaligen Bayern-Leihgabe.

Als Nicolas Jackson am Dienstagabend im Jan-Breydel-Stadion in Brügge nach 80 Minuten vom Platz stapfte, hatte der Stürmer einen mehr als erfolgreichen Arbeitstag hinter sich. Auch dank seines Treffers zum zwischenzeitlichen 3:1 (43.) gewann Aston Villa den Auftakt in die Champions-League-Saison mit 3:2 (3:1) gegen Club Brügge.

Jackson, der im Sommer nach seiner bestenfalls durchschnittlichen Leihe zum FC Bayern München für die unglaubliche Summe von bis zu 75 Millionen Euro zu Villa gewechselt war, glänzte als einer der besten Spieler auf dem Platz.

Nicolas Jackson erzielte sein erstes Tor für Aston Villa
Nicolas Jackson erzielte sein erstes Tor für Aston VillaNicolas Jackson erzielte sein erstes Tor für Aston Villa© IMAGO/Shutterstock

Die starke Leistung des Senegalesen kam für viele Fans durchaus überraschend: Nicht nur, weil die „Villans“ einen schwachen Saisonstart in der Liga hinlegten – sondern auch, weil Jackson nach seiner Zeit in München nicht unter Verdacht stand, ein Stürmer auf absolutem Topniveau zu sein. Nun hat er einen ersten Hinweis darauf gegeben, dass er womöglich doch mehr leisten kann als gedacht.

Ex-Bayern-Stürmer nutzt Sommer-Patzer

Die englische Presse honorierte seinen Auftritt: Der Guardian schrieb von einer „großartigen“ und „herausragenden“ Leistung des 25-Jährigen. Seinen Treffer zum 3:1 habe sich Jackson durch seine Performance verdient. Kurz vor der Pause war Jackson einem Befreiungsschlag von Pau Torres hinterhergejagt, hatte den Ball dann am herausstürmenden Brügge-Keeper Yann Sommer vorbeigespitzelt und in der Folge nur noch ins leere Tor einschieben müssen.

Schon in den Minuten zuvor hatte Jackson immer wieder Angriffe eingeleitet, Torchancen vorbereitet und Bälle für die Kollegen abgeschirmt. „Für Nicolas Jackson war es ein großer Abend“, lobte ihn auch ESPN. Dass der Stürmer nun so früh in der Saison seinen ersten Treffer erzielte, tue ihm sicherlich gut.

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Schließlich waren die Vorzeichen von Jacksons Transfer nicht gerade die besten. Als Ollie Watkins sich Ende August nach sechs Jahren aus dem Villa-Park verabschiedete und zu Al-Hilal wechselte, rückte Neuzugang Jackson in die Sturmspitze. Die Höhe der Ablöse war durchaus überraschend. Rund 55 Millionen Euro plus 20 Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen sind viel Geld für einen Stürmer, der zuletzt bei Chelsea und Bayern nur zweite Wahl war.

Neuzugang Jackson? „Es gab zahlreiche Fragen“

Dass ausgerechnet Jackson den Publikumsliebling und jahrelangen Torjäger Watkins ersetzen soll, sorgte nicht überall im Verein für Freudensprünge. Schließlich hatte der Senegalese den größten Teil der Vorsaison beim FC Bayern auf der Bank hinter Harry Kane verbracht und nur selten geglänzt. Auf der Insel ist Jackson bei vielen Fans ohnehin eher als Chancentod verschrien: In seinen beiden Spielzeiten bei Chelsea (2023-2025) vergab der 25-Jährige regelmäßig Großchancen, verbuchte aber auch insgesamt 24 Tore in der Premier League.

„Kaum jemand zweifelt an seiner Fähigkeit, den Ball zu halten, das Spiel zu verbinden und Mitspieler ins Spiel zu bringen“, kommentierte ESPN nun nach dem Gala-Auftritt in Brügge. „Doch es gab zahlreiche Fragen hinsichtlich seiner Torausbeute, insbesondere während seiner Zeit bei Chelsea.“ An den ersten beiden Premier-League-Spieltagen gegen Arsenal (0:1) und Hull City (0:0) war der Senegalese noch weitgehend blass geblieben. Diese Zweifel begann Jackson jetzt also beim Champions-League-Auftakt allmählich zu beseitigen.

Jackson spitzelt den Ball an Yann Sommer zum 3:1 vorbei
Jackson spitzelt den Ball an Yann Sommer zum 3:1 vorbei Jackson spitzelt den Ball an Yann Sommer zum 3:1 vorbei © IMAGO/Shutterstock

Spezielles Wiedersehen verzögert sich

„Das bedeutet mir viel“, freute sich der Torschütze selbst nach dem Spiel. „Ich freue mich sehr, hier zu sein, und bin glücklich, mit der Mannschaft, dem Trainer und den Mitarbeitern zusammenzuarbeiten.“ Bereits bei seinem Durchbruch beim FC Villarreal hatte Jackson bereits mit Villa-Coach Unai Emerey zusammengearbeitet.

Der Spanier gilt als großer Fan des Stürmers, den er damals aus der zweiten Mannschaft des Gelben U-Boots zu den Profis hochgezogen hatte. So soll das Vertrauen von Emery laut BBC bei der Verpflichtung des Stürmers ausschlaggebend gewesen sein.

Bei seinem neuen Klub trifft Jackson nun auch wieder auf seinen alten Bayern-Kollegen Leon Goretzka. Bis die beiden zusammen auf dem Platz stehen werden, wird es aber noch dauern. Auch beim CL-Auftakt stand der Deutsche nicht im Kader der „Villans“. Goretzka hatte zuletzt verkündet, verletzungsbedingt noch einige Wochen auszufallen.