Demirovic gelingt Historisches
"Weiß gar nicht, was ich euch sagen soll"
Ermedin Demirovic steht erstmals in dieser Saison in der Startelf des VfB Stuttgart. Der Angreifer zahlt das Vertrauen in Toren zurück.
Ermedin Demirovic hat sich in die Geschichtsbücher des VfB Stuttgart geschossen. Als erster Spieler erzielte der 28-Jährige in der Champions League einen Dreierpack für die Schwaben.
Beim 3:1 (3:1)-Sieg gegen den norwegischen Meister Viking Stavanger benötigte Demirovic nur zwölf Minuten für seine drei Treffer (20., 26., 32.). „Für mich war es natürlich ein perfekter Auftakt. Für uns als Mannschaft auch. Wir hätten das Spiel noch besser gestalten können. Aber als Mannschaft können wir stolz darauf sein, dass wir den Gegner klar geschlagen haben“, sagte ein glücklicher Demirovic bei DAZN.
Zunächst traf er nach Vorarbeit von Angelo Stiller aus kurzer Distanz. Sein Schuss touchierte noch die Unterkante der Latte und sprang dann hinter die Linie (20.).
Historischer Dreierpack von Demirovic innerhalb von zwölf Minuten
Nur sechs Minuten später kopierte er seinen Abschluss aus etwas größerer Distanz. Nach einem Steilpass von Deniz Undav versenkte er den Ball ebenfalls mit Hilfe der Latte im Tor. In der 32. Minute half dann Vikings Torhüter Arild Östbö mit, der zwar an Demirovics Drehschuss dran war, den Einschlag aber nicht mehr verhindern konnte.
Für einen Moment stand hinter Demirovics Dreierpack noch ein Fragezeichen, da der Videoassistent ein mögliches Handspiel bei der Ballannahme überprüfte, aber dann gab der VAR-Check grünes Licht. Der VfB ging mit einer 3:1-Führung in die Halbzeitpause. Zlatko Tripic (22.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste.
In der 62. Minute war Demirovics Arbeitstag beendet. Begleitet vom Applaus des Publikums wurde der bosnische Nationalspieler ausgewechselt, Neuzugang Dzenan Pejcinovic kam für ihn in die Partie.
Petersen über Demirovic: „Wenn er wütend ist, ist er richtig gut“
Demirovic stand im Sommer aufgrund von Wechselgerüchten im Fokus, entschied sich aber letztlich für einen Verbleib in Stuttgart. Nachdem er am Freitag beim 4:1-Sieg gegen den 1. FC Köln als Joker sein erstes Saisontor erzielt hatte, stand Demirovic am Mittwoch in der Königsklasse erstmals in dieser Saison in der Startelf von VfB-Trainer Sebastian Hoeneß.
„Ich kenne ihn auch noch sehr gut aus gemeinsamen Freiburger Zeiten. Wenn er wütend ist, ist er richtig gut. Ab und zu mal kitzeln, das schadet nicht. Den Tipp gebe ich an Sebastian Hoeneß gerne weiter“, sagte DAZN-Experte Nils Petersen zu Beginn des Spiels. Demirovic zahlte das Vertrauen mit seinen Toren eindrucksvoll zurück. „Das ist genau die richtige Antwort für einen Stürmer“, sagte Petersen.
Demirovic berichtete hinterher von einem Gespräch mit seinem früheren Teamkollegen vor dem Spiel. „Wahrscheinlich hat Nils mir Glück gebracht mit dem Telefonat vor dem Spiel. Da hat er mir ein bisschen Glück übers Telefon gegeben.“