Ballack tut Karl damit keinen Gefallen

Effe knöpft sich Ballack wegen Karl vor
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Effe knöpft sich Ballack wegen Karl vor

Michael Ballack legt sich wegen Lennart Karl mit den Bayern-Bossen an. Doch seine Doppelrolle als TV-Experte und Berater des 18-Jährigen wird zunehmend zum Problem. Der SPORT1-Kommentar.

Michael Ballack muss sich entscheiden! Will er unabhängiger TV-Experte sein oder die Interessen von Lennart Karl vertreten? Seine jüngsten Aussagen gegen Uli Hoeneß und Max Eberl zeigen jedenfalls, wie schwierig es geworden ist, beide Tätigkeiten miteinander zu vereinbaren.

Ballack ist eben nicht nur Spielerberater, sondern gleichzeitig der prominenteste Experte von DAZN. Seine Aussagen in der Causa Karl wurden über den Streamingdienst verbreitet. Bei der Veröffentlichung auf Instagram fehlt eine klare Einordnung seiner Rolle. Der „Capitano“ macht sich damit unnötig angreifbar.

Michael Ballack im Gespräch mit seinem Schützling Lennart Karl
Michael Ballack im Gespräch mit seinem Schützling Lennart KarlMichael Ballack im Gespräch mit seinem Schützling Lennart Karl© SPORT1-Grafik: Imago

Selbstverständlich darf der frühere Nationalspieler seinen Schützling verteidigen. Und natürlich müssen sich auch die Bayern-Verantwortlichen Kritik gefallen lassen. Wer jedoch bei einem Verein eigene geschäftliche Interessen verfolgt, kann dessen Führungsriege kaum noch mit der nötigen Distanz beurteilen.

Besonders bemerkenswert: Durch seine Tätigkeit bei DAZN verfügt Ballack praktisch jederzeit über einen direkten Zugang zu einem reichweitenstarken Medienhaus. Er kann seine Botschaften einem großen Publikum vermitteln – ein Privileg, von dem andere Spielerberater nur träumen können. Doch wer Interessen vertritt, kann nicht gleichzeitig den unabhängigen Beobachter geben.

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Warum es eine klare Rollentrennung benötigt

Die Konsequenz sollte deshalb klar sein: Solange der frühere Bayern-Kapitän Karl berät, sollte er keine Spiele des Rekordmeisters mehr als Experte begleiten. Nicht, weil ihm die fußballerische Kompetenz fehlen würde. Sondern, weil seine Unbefangenheit in dieser Konstellation zumindest infrage steht.

Zumal Karl unter diesem Interessenkonflikt leiden könnte. Der 18-Jährige braucht keinen öffentlichen Schlagabtausch zwischen seinem Berater und der Vereinsspitze. Erst recht keinen, der das Verhältnis zu seinem Arbeitgeber unnötig belastet.

Eberl kontert am SPORT1-Mikro
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Eberl kontert am SPORT1-Mikro

Ballack will sein Talent schützen. Das ist nachvollziehbar. Doch seine undurchsichtige Doppelrolle droht genau das Gegenteil zu bewirken. Wer Karl wirklich helfen will, muss auch wissen, wann Zurückhaltung angebracht ist. Und deshalb braucht es jetzt eine klare Trennung.