„Völlig lächerlich“: Uli Hoeneß äußert sich zur Kimmich-Debatte
Eine besondere Liebeserklärung an Kimmich
Uli Hoeneß nimmt Manuel Neuer in Schutz und reagiert mit deutlichen Worten auf die Debatte um Joshua Kimmich. Der Bayern-Patron sieht zudem den Rekordmeister durch die lange Länderspielphase benachteiligt.
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat Manuel Neuer nach seinem Patzer beim 2:2-Remis beim FC Bayern verteidigt und sich mit deutlichen Worten zur DFB-Diskussion um Joshua Kimmich geäußert.
„Nein, ganz und gar nicht. Jeder darf hin und wieder mal einen Fehler machen“, antwortete Hoeneß bei der Bild auf die Frage, ob Neuers Zeit ablaufe: „Und ich finde die ganze Diskussion um Joshua Kimmich völlig lächerlich. Die Spieler, die derzeit so hochgejubelt werden, müssen sich erst einmal einen Stammplatz in ihren Vereinen sichern.“
Zu den derzeit „hochgejubelten“ Spielern, die Kimmich den Platz in der Nationalmannschaft streitig machen könnten, zählen aktuell vor allem Kimmichs Bayern-Teamkollegen Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof.
Kimmich hatte auf den Rat von Bundestrainer Jürgen Klopp in der Länderspielpause nur zwei der vier Spiele für den DFB in der Nations League absolviert. Bischof und Pavlovic überzeugten dann in Abwesenheit des Anführers.
„Katastrophe“: Uli Hoeneß schimpft über lange Länderspielphase
Hoeneß übte zudem deutliche Kritik an der langen Länderspielphase kurz nach Saisonbeginn. Es sei „eine Katastrophe, vier Wochen nach Bundesliga-Beginn schon zwei Wochen Pause zu machen“, sagte Hoeneß: „Wir haben 18 Spieler auf Reisen gehabt. Dass da der Rhythmus verloren geht, ist doch ganz normal.“
Die Bayern waren am Samstag nur zu einem 2:2 (0:1) beim FC Augsburg gekommen und hatten es verpasst, in der Tabelle an Borussia Dortmund vorbeizuziehen. Zuletzt hatte die Bundesliga wegen der Nations League so lange wie noch nie während einer laufenden Saison pausiert. Jedoch ist für den Kalender nicht die von Hoeneß deswegen angezählte Europäische Fußball-Union (UEFA), sondern der Weltverband FIFA verantwortlich.
„Die Vereine“, polterte Hoeneß dennoch, müssten sich „endlich mal durchsetzen, weil wir bezahlen die Spieler und nicht die Nationalmannschaften“. Dass die UEFA einen „albernen Wettbewerb wie die Nations League“ vorziehe, sei „der Witz des Jahres“.
Letztlich seien die Bayern so auch „der große Leidtragende dieser langen WM“, weil infolge des Turniers nur wenig Zeit zur Vorbereitung geblieben sei, betonte Hoeneß.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)