Schult der BVB seinen Wunschspieler um?
BVB-Gesang in Minute 85 fliegt den Fans um die Ohren
Borussia Dortmund arbeitet bereits an den nächsten Transfers. Auch Marcel Regula steht weiterhin auf dem Zettel der BVB-Bosse. Ein besonderer Plan mit dem 19-Jährigen weckt Erinnerungen an eine Vereins-Legende.
Dieser Name zaubert wohl jedem BVB-Fan ein Lächeln ins Gesicht: „Piszczu“ – der Spitzname von Lukasz Piszczek. Der Pole ist heute als Trainer in seiner Heimat tätig, war bereits Assistenztrainer unter Nuri Sahin und gehörte als Spieler zweifelsohne zu den Publikumslieblingen in Dortmund.
Der 41-Jährige prägte die erfolgreiche Ära unter Jürgen Klopp, in der der BVB unter anderem zwei deutsche Meistertitel und einmal den DFB-Pokal gewann. Nun könnte ein neuer Mann in seine Fußstapfen treten. Darüber sprechen BVB-Reporter Oliver Müller und SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer in einer neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“.
BVB hat Marcel Regula weiterhin im Blick
Bereits im Sommer hatten die BVB-Bosse ein Auge auf Marcel Regula geworfen. Eine Einigung gab es bereits, am Ende kam der Deal mit dem 19 Jahre alten Offensivspieler allerdings nicht zustande. Stattdessen wechselte Ethan Nwaneri auf Leihbasis nach Dortmund.
„Dennoch haben die Dortmunder Regula weiterhin im Blick. Ein Wechsel, vielleicht sogar schon im Winter, ist alles andere als undenkbar. Im Gegenteil“, so Sedlbauer.
Schult der BVB seinen Wunschspieler um?
Nach Bild-Informationen sollen die Dortmunder einen speziellen Plan mit dem zweimaligen polnischen Nationalspieler verfolgen: eine Umschulung zum Rechtsverteidiger. Ähnlich also, wie es einst bei Lukasz Piszczek der Fall war.
„Piszczek war früher offensiver Mittelfeldspieler, sogar Angreifer“, erklärt Müller und ergänzt: „Allerdings wurde er nicht, wie viele meinen, beim BVB umgeschult. Lucien Favre hatte bei Hertha BSC damals eine Vakanz auf der Rechtsverteidigerposition und schulte ihn um. Erst hat er mit der Rolle gefremdelt, doch schnell gemerkt, dass das passt.“
Der BVB-Reporter unterstreicht, wie erfolgreich diese Umstellung war: „Für mich war er damals der beste Rechtsverteidiger der Bundesliga, vielleicht sogar europaweit.“
Wie einst Favre? Kovac hat eine Vakanz
Regula steht aktuell noch beim polnischen Erstligisten Zaglebie Lubin unter Vertrag. Sein Arbeitspapier läuft bis 2028. Sein Marktwert ist zuletzt zwar auf sieben Millionen Euro gestiegen, dürfte damit aber weiterhin problemlos ins Budget des BVB passen.
Der Plan ist auch deshalb interessant, weil Niko Kovac auf dieser Position ein ähnliches Problem hat wie Favre damals bei Hertha. Hinter Julian Ryerson und Daniel Svensson sind die Alternativen überschaubar. Unter anderem steht Maxi Beier als Backup bereit, der in den vergangenen Monaten ebenfalls häufig in einer neuen Rolle auf der Schiene eingesetzt wurde.
Angesichts der vielen englischen Wochen mit Champions League, DFB-Pokal und Bundesliga dürfte die personelle Situation dennoch angespannt bleiben. Der BVB könnte einen weiteren Außenverteidiger beziehungsweise Schienenspieler also gut gebrauchen.
Und gegen einen möglichen Nachfolger von „Piszczu“ hätte wohl kaum ein BVB-Fan etwas einzuwenden.
Mehr Hintergründe und Informationen zu Borussia Dortmund hört ihr im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“.