Neuer-Förderer mahnt zur Ehrlichkeit

Neuer-Verletzung? Kompany sorgt für Rätselraten
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Neuer-Verletzung? Kompany sorgt für Rätselraten

Die Diskussion um Manuel Neuer nimmt nach dessen Fehlern beim FC Bayern weiter Fahrt auf. Nun meldet sich ausgerechnet der Trainer zu Wort, der den Torhüter einst in der Bundesliga ins kalte Wasser warf.

Die Patzer von Manuel Neuer beim 2:2 des FC Bayern in Augsburg haben eine neue Debatte über die Zukunft des Torhüters ausgelöst. Während Bayern-Patron Uli Hoeneß dem 40-Jährigen zuletzt demonstrativ den Rücken stärkte, fordert nun sein erster Bundesliga-Trainer eine ehrliche Bewertung der sportlichen Situation.

Mirko Slomka, der Neuer 2006 beim FC Schalke 04 erstmals in der Bundesliga ins Tor stellte, sieht die Diskussion grundsätzlich als legitim an. In seiner Instagram-Kolumne „Der zweite Blick“ sagte er: „Wir sehen seine Fehler in Augsburg, und sofort steht die Frage im Raum: Hat Manuel Neuer seinen Abpfiff verpasst?“

Manuel Neuer zusammen mit Mirko Slomka zu Schalke-Zeiten
Manuel Neuer zusammen mit Mirko Slomka zu Schalke-ZeitenManuel Neuer zusammen mit Mirko Slomka zu Schalke-Zeiten© IMAGO/Baering

„Solche Champions haben gelernt, Zweifel zu besiegen“

Slomka stellte jedoch klar, dass einzelne Fehler für ihn kein ausreichender Maßstab seien. „Ich habe ihm damals vertraut, weil ich von seiner Leistung überzeugt war. Da stand ein außergewöhnlicher Torwart. Dieser Maßstab muss auch heute gelten“, erklärte der 59-Jährige. Die entscheidende Frage sei vielmehr, „wer stark genug“ sei, einem so erfolgreichen Sportler rechtzeitig zu sagen, wann Schluss sei.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer bezeichnete Neuer als „Kannibalen“ und verwies damit auf dessen ausgeprägten Erfolgswillen. Gerade diese Eigenschaft könne Spitzensportlern das Karriereende erschweren. „Solche Champions haben gelernt, Zweifel zu besiegen. Kritiker zu widerlegen. Grenzen zu verschieben“, sagte Slomka.

Slomka über Neuer: „Zwei Fehler beenden keine Karriere“

Deshalb sieht er auch die Verantwortlichen in der Pflicht. Trainer und Vereinsführung müssten objektiv beurteilen, was ein Spieler aktuell noch leiste und was die Mannschaft benötige. „Und sie müssen ihm ihre Antwort zumuten“, sagte Slomka.

Zu einem klaren Urteil über Neuers Zukunft ließ er sich allerdings nicht hinreißen. Seine Schlussfolgerung fiel differenziert aus: „Zwei Fehler beenden keine Karriere. Aber eine große Karriere darf auch kein Freifahrtschein sein.“

Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.