Neuer-Erbe? Fährmann hegt Zweifel an Urbig

Effes Einwand wegen Urbig sorgt für großen Applaus
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Effes Einwand wegen Urbig sorgt für großen Applaus

Kann Jonas Urbig langfristig das Erbe von Manuel Neuer beim FC Bayern antreten? Zwischen Ralf Fährmann und Stefan Effenberg herrscht Uneinigkeit.

Beim FC Bayern München ist der Weg klar: Jonas Urbig soll langfristig das Erbe von Manuel Neuer im Tor des deutschen Rekordmeisters antreten. Auch deshalb setzt der Rekordmeister in der laufenden Saison immer häufiger auf den 23-Jährigen im Münchner Gehäuse, um ihn auf die kommende Rolle als Nummer eins vorzubereiten.

Doch ist Urbig überhaupt schon bereit für die Rolle als Neuer-Erbe und Stammtorhüter des FC Bayern? Im SPORT1 Doppelpass herrscht zwischen Ex-Bundesliga-Torhüter Ralf Fährmann und Experte Stefan Effenberg Uneinigkeit. „Ich sehe das sehr kritisch, um ehrlich zu sein“, gab Fährmann zu.

Ralf Fährmann hegt Zweifel an Jonas Urbig
Ralf Fährmann hegt Zweifel an Jonas UrbigRalf Fährmann hegt Zweifel an Jonas Urbig© IMAGO/DeFodi Images

Fährmann zieht Vergleich zu Sommer

Jonas Urbig ist für den ehemaligen Schalke-Keeper zwar ein „herausragender Torwart, der die Abläufe programmiert hat wie ein Roboter und wirklich top ist – aber wir reden über Bayern München. Da reicht es nicht aus, einfach nur ein perfekter Torwart zu sein. Du brauchst eine Aura, eine gewisse Erfahrung, eine gewisse Strahlkraft.“

Diese habe der 23 Jahre alte Torhüter eben nicht, weshalb Fährmann zweifelt. Dabei zog der 38-Jährige einen Vergleich: „Ich mache das zum Beispiel an Yann Sommer fest. Als er bei Bayern München war, wurde er schon kritisch gesehen.“ Der Schweizer habe im Anschluss in seiner Zeit bei Inter Mailand jedoch gezeigt, dass er ein Torhüter auf allerhöchstem Niveau ist.

Zuletzt hatten schon Jens Lehmann und Oliver Kahn Zweifel angemeldet und Urbig als noch nicht bereit für die Position als Nummer eins im Tor des deutschen Rekordmeisters eingeschätzt.

Fährmann legte nach und blickte einige Jahre zurück: „Man hat es in der Vergangenheit gesehen mit Michael Rensing und Thomas Kraft. Es ist schwierig, einen Torwart aus dem eigenen Stall heranzuzüchten, der dann die Wucht von Bayern München auch tragen kann.“ Der Ex-Schalker betonte, er wolle Urbig für dessen Leistungen auf keinen Fall kritisieren. Er glaube nur einfach nicht, dass Urbig der Rolle als künftiger neuer Nummer eins in München gewachsen ist.

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Fährmann: Bayern wird „einen absoluten Toptorwart kaufen“

Manuel Neuer kam im Jahr 2011 mit ganz anderen Voraussetzungen in die bayerische Landeshauptstadt, weshalb dessen Einstieg als Bayerns Nummer eins nicht mit Urbigs Situation vergleichbar ist. „Manuel Neuer hatte schon sehr viele Spiele gespielt bei Schalke, hat Champions League und Nationalmannschaft gespielt und hatte ein gewisses Standing bei Schalke. Er hatte die Erfahrung und die Präsenz und hat es schon gezeigt. Das sehe ich bei Jonas Urbig nicht.“

Auch deshalb mutmaßt Fährmann, dass der FC Bayern noch einmal auf dem Transfermarkt reagieren wird. „Ich glaube, dass sich Bayern München noch mal einen absoluten Toptorwart kaufen wird, der auch richtig Geld kosten wird.“

Effenberg widerspricht Fährmann vehement

SPORT1-Experte Stefan Effenberg widersprach Fährmann vehement. „Das glaube ich nicht. Man darf nicht vergessen: Urbig hat seine Spiele in der Bundesliga, sehr wohl auch in K.o.-Spielen in der Champions League. Alle Punkte, die du aufgezählt hast, treffen bei Urbig zu“, konterte er den Ex-Schalker.

Bayern München verfolge mit dem 23 Jahre alten Torhüter, der im Januar 2025 aus Köln zu Bayern gewechselt war, einen klaren Plan. „Er wird auf eine größere Anzahl an Spielen kommen in diesem Jahr. Das ist so abgesprochen mit Manuel Neuer. Das ist auch der richtige Weg.“

Für junge Torhüter wie Urbig gäbe es nichts Besseres, „als an der Seite von Manuel Neuer zu lernen. Und der lässt es auch zu. Das ist noch mal ein Pfund, zu sagen: Ich vertraue diesem Torwart.“

Sorgen bei Neuer werden größer

Urbig kam bislang in 36 Pflichtspielen für den FC Bayern zum Einsatz und blieb dabei elfmal ohne Gegentor. Auch beim 6:1-Sieg gegen Leipzig stand der Keeper zwischen den Pfosten.

Neuer pausiert derzeit, nach dem Leipzig-Spiel zeigten Aussagen von Sportvorstand Max Eberl, dass die Sorgen eher größer sein könnten, als bisher angenommen. Den Weltmeister von 2014 plage „Flüssigkeit im Fuß“, erklärte Eberl.

Der 40-jährige Neuer steht in München noch bis 2027 unter Vertrag. Vor der aktuellen Spielzeit deutete er sein Karriereende nach der Saison an.

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