Füllkrug schreibt bei Werder-Sieg Geschichte

von SID
Füllkrug schreibt bei Werder-Sieg Geschichte

Werder Bremen siegt gegen die TSG Hoffenheim vor heimischer Kulisse. Füllkrug zeigt sich wieder in Torlaune und zieht durch seinen Treffer mit einer Klubikone gleich - auch Grüll schafft Historisches.

Niclas Füllkrug trifft wie einst Rudi Völler – und Werder Bremen reitet weiter auf einer Euphoriewelle: Das Team von Trainer Daniel Thioune bezwang am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga die TSG Hoffenheim mit 2:0 (1:0) und mischt munter oben in der Tabellen mit. Seit dem Saisonauftakt sind die Hanseaten ungeschlagen.

Füllkrug traf in der 57. Spielminute zur Führung der Grün-Weißen und hat damit in den vergangenen sieben Bundesliga-Spielen getroffen. Der Nationalmannschaftsanwärter zog mit Klub-Ikone Völler gleich, der das Kunststück 1982/83 im Werder-Trikot gelungen war. Eren Dinkci (82.) legte nach.

Niclas Füllkrug schrieb gegen die TSG Hoffenheim Geschichte
Niclas Füllkrug schrieb gegen die TSG Hoffenheim GeschichteNiclas Füllkrug schrieb gegen die TSG Hoffenheim Geschichte© IMAGO/osnapix

Hoffenheim um Coach Christian Ilzer verpasste dagegen den dritten Bundesliga-Erfolg in Serie. Beide Teams hatten in der Woche Pokalenttäuschungen hinnehmen müssen. Vor allem die TSG hatte beim Zweitligateam Kiel (3:4 i. E.) viel vermissen lassen. Werders Auftritt beim 2:3 in Dortmund mit zwei Füllkrug-Toren war dagegen erneut sehr respektabel gewesen.

Beim BVB hatte der Spieler der Stunde aus einer Jokerrolle überzeugt, gegen Hoffenheim nahm der 33-Jährige wieder seinen angestammten Platz in der Startelf ein. Als „unersetzlich“ stufte Thioune seinen Stürmerstar vor dem Anpfiff bei Sky ein, „als Persönlichkeit, auf dem Platz. Er trifft viel gerade, das tut uns gut.“

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Niclas Füllkrug zeigt sich weiterhin in Torlaune

Auch Olivier Deman, Ludovit Reis und Mitchell Weiser liefen wieder von Beginn an auf. Und Werder machte sofort Betrieb. Füllkrug legte quer auf Reis, der elf Meter vor dem Tor den Ball nicht richtig traf (3.). Danach mussten die Bremer einen Rückschlag hinnehmen: Der verletzungsgeplagte Weiser musste seinen Einsatz schon frühzeitig mit einer Oberschenkelblessur beenden (16.).

Zu dem Zeitpunkt hatte Hoffenheim über viel Ballbesitz ins Spiel gefunden und versuchte immer wieder, die Bremer Defensive über Verlagerungen auszuhebeln. Werder blieb tendenziell gefährlicher. Erst verpasste Arthur den Zeitpunkt zum Abschluss, dann schoss Füllkrug volley links am Tor von Oliver Baumann vorbei (25.).

Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann nochmal auf der anderen Seite eng. Amos Pieper bewahrte die Gastgeber mit einer artistischen Rettungstat nach einem Kopfball von Adam Hlozek vor dem Rückstand (45.).

Werders bester Saisonstart seit acht Jahren

Der Zweikampf vor der Führung durch Füllkrug nach langem Ball von Werder-Keeper Hein war dann hart – und für Schiedsrichter Tobias Reichel noch vertretbar. Der Angreifer setzte sich durch und erzielte per sattem Linksschuss seinen neunten Saisontreffer. Und sammelte damit noch einmal Pluspunkte vor der nächsten Nominierung von Bundestrainer Jürgen Klopp am 5. November.

In der Schlussphase traf Dinkci nach einem Assist von Marco Grüll zur Vorentscheidung. Damit gelang neben Füllkrug auch Grüll Historisches. Mit sieben Assists nach acht Bundesliga-Spielen stellte der 28-Jährige den Bundesliga-Rekord ein, der zuletzt nur Szabolcs Huszti in der Saison 2012/13 für Hannover 96 gelungen war.

„Der Schlüssel lag heute definitiv wieder in der Art und Weise, wie wir gegen den Ball gearbeitet haben, der Intensität, die wir selbst in der 90. Minute beim Stand von 2:0 noch haben“, resümierte Füllkrug bei DAZN, der bei seiner Auswechslung (90.+1) großen Applaus und eine dicke Umarmung von Thioune erhielt. „Es zaubert uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht, mir zumindest, wenn ich uns auf dem Platz sehe.“

„Es spiegelt sich einfach wider: Wenn jeder Spieler individuell maximale Leistung bringt, bringt es uns als Mannschaft weiter und am Ende auch wieder dem einzelnen Spieler“, erklärte der 33-Jährige die aktuelle Hochform der Bremer weiter, „Das ist einfach ein toller Moment, aber wir ruhen uns auf gar nichts aus, wir machen weiter.“

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