Füllkrug rettet Werder gegen Paderborn
Zuckersüß! Füllkrugs Tochter crasht Interview
Zum 100. Geburtstag des Weserstadions kommt Werder Bremen erneut nach einem Rückstand zurück.
Die Comeback-Könige von Werder Bremen haben zum 100. Geburtstag des Weserstadions die nächste Aufholjagd hingelegt – das große Happy End aber verpasst.
Angeführt von Niclas Füllkrug rettete die Mannschaft von Daniel Thioune gegen den SC Paderborn noch ein 2:2 (0:2) und punktete zum dritten Mal in Folge nach einem 0:2-Rückstand. Füllkrug traf dabei auch im fünften Bundesligaspiel in Serie, dieses Mal sogar doppelt (59./66., Handelfmeter) – der erhoffte Sieg blieb nach einer schwachen ersten Halbzeit aber aus.
Die Gastgeber, die anlässlich des Stadion-Jubiläums in strahlend weißen Sondertrikots aufliefen, waren zunächst von Stefano Marino (18.) geschockt worden. Nach einer Traumvorlage seines Sturmkollegen Steffen Tigges knallte Marino den Ball von der rechten Seite aus spitzem Winkel unter die Latte. Wenig später traf Tigges (30.) selbst. Werder gab in der zweiten Hälfte dann deutlich den Ton an.
Paderborn schockt Werder Bremen
„Wir müssen uns davon lösen“, hatte Thioune mit Blick auf die Feierlichkeiten gesagt, die 100-Jahr-Feier gelte es auszublenden und alles für das sportliche Gelingen des Nachmittags zu tun. Doch es waren die Gäste, die durchaus mutig begannen und die Anfangsphase kontrollierten. Tigges, der einzig Neue in der Paderborner Startelf, setzte den ersten Nadelstich, seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Karl Hein jedoch parieren (6.).
Werder fiel zu Beginn nicht viel ein, das Team lauerte auf Umschaltmöglichkeiten. Füllkrug versuchte sich erstmals in der 12. Minute, sein Schuss ging allerdings knapp an der oberen rechten Ecke vorbei. Kurz darauf lief Marco Grüll allein aufs Tor zu, scheiterte aber an Nahuel Noll (15.). Offenbar vom Pech verfolgt, verlor Grüll in der 18. Minute den Ball – und leitete unfreiwillig den Konter zur Paderborner Führung ein.
Bremen drängt auf den Sieg
Danach drehte Bremen zunehmend auf, biss sich aber vor allem wegen eines starken Auftritts von Noll die Zähne aus. Weder Füllkrugs zweiter Distanzschuss (20.), der Alleingang von Chuci (34.), noch die Chancen von Arthur (41.) und Grüll (45.) waren von Erfolg gekrönt.
In der zweiten Halbzeit drückten die Gastgeber aufs Tempo und hatten unter anderem durch Mitchell Weiser (77./85.) und Youri Regeer (82.) noch gute Chancen zum 3:2.