Krösche verabschiedet sich unter Tränen

von SID
Eintracht Frankfurt stellt Markus Krösche frei
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Eintracht Frankfurt stellt Markus Krösche frei

Bei der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt spricht der ehemalige Sportvorstand ein letztes Mal zu den Fans.

Markus Krösche hat sich einen Tag nach seiner Freistellung auf eigenen Wunsch bei Eintracht Frankfurt emotional und unter Tränen von den Fans des Fußball-Bundesligisten verabschiedet. Bei der Mitgliederversammlung der SGE am Montagabend sagte der langjährige Sportvorstand: „Normalerweise bin ich ein ruhiger, eher kalter Typ. Aber die letzten Tage waren für mich sehr emotional.“

Er werde „immer ein Eintrachtler bleiben.“ In der Frankfurter Jahrhunderthalle erhielt der 46-Jährige, der zur Saison 2021/22 Sportvorstand am Main wurde, Standing Ovations.

Krösche verabschiedet sich unter Tränen von der Eintracht
Krösche verabschiedet sich unter Tränen von der EintrachtKrösche verabschiedet sich unter Tränen von der Eintracht© picture-alliance/dpa/SID/Florian Wiegand

Am Sonntagabend hatte die SGE bekannt gegeben, dass der Klub Krösches Wunsch auf sofortige Freistellung entsprochen habe. Der noch bis zum 30. Juni 2028 laufende Vertrag bestehe demnach angepasst fort. Am Montag nutzte Krösche, in dessen Amtszeit unter anderem der Gewinn der Europa League 2022 fällt, noch einmal die Gelegenheit, zu den Anhängern zu sprechen.

„Man braucht Power“: Krösche begründet seinen Abschied

„Ihr habt mir gezeigt, was es bedeutet, in einem Traditionsklub zu arbeiten – das hat mir so viel Energie, Power und Leidenschaft gegeben“, sagte er. Bei seiner Rede geriet Krösche mehrfach ins Stocken. In den letzten Wochen habe ihn die Kraft verlassen, die es für die erfolgreiche Ausübung seines Jobs benötige. „Man braucht Power und die hatte ich nicht mehr zu 100 Prozent“, begründete Krösche seinen Schritt.

Der Sportchef stand Anfang der Saison in der Kritik, vor allem die Verpflichtung von Trainer Albert Riera galt als großer Fehler. Auch wurde ihm das schwache Preis-Leistungs-Verhältnis des Kaders in der vergangenen Saison vorgeworfen.

DEINE MEINUNG

Der zähe Transfersommer sorgte ebenso für Unruhe wie ein Immobilienkauf in Kroatien. Laut Medienberichten gilt Krösche, in dessen Amtszeit die Eintracht ein Transferplus von fast 150 Millionen Euro erwirtschaftet, nun als Kandidat auf den Posten des Sportdirektors beim italienischen Spitzenklub AC Mailand.