Krawalle bei Rheinderby verurteilt
"Klares Foul!" Blessin hadert mit Schiedsrichter
Die gewaltsamen Vorkommnisse stören. Gleichzeitig verteidigt FC-Geschäftsführer Philipp Türoff das neue Sicherheitskonzept.
Die Verantwortlichen des 1. FC Köln und von Borussia Mönchengladbach verurteilen die gewalttätigen Ausschreitungen im Rheinischen Derby. „Das kann nicht funktionieren, sorry. Ich bin genauso Familienvater, ich möchte keine Böller durch die Kurven fliegen sehen, wo ich das Gefühl habe, ich könnte am besten noch getroffen werden. Das gehört sich einfach nicht“, sagte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder: „Wenn ein Spiel unterbrochen wird, dann nicht umsonst. Das gehört absolut nicht ins Stadion.“
Das Derby, das Köln 2:1 (1:1) gewann, wurde in der zweiten Halbzeit nach Ausschreitungen unterbrochen. Gäste-Fans hatten nach einem Treffer von Said El Mala das Sicherheitsglas zwischen dem Heim- und Auswärtsbereich durchbrochen und sich dort Auseinandersetzungen mit Kölner Fans geliefert. Zudem wurden mehrere Leuchtraketen auf unbeteiligte Fans geschossen. Der Eingriff durch die Polizei erfolgte nach mehreren Minuten. Ob, und wie viele Personen verletzt wurden, ist noch unklar.
Auch Kölns Geschäftsführer Philipp Türoff verurteilte die Vorkommnisse „aufs Äußerste“. Das gebe dem Derbysieg einen „unschönen Beigeschmack“. Gleichzeitig verteidigte der 50-Jährige jedoch das Sicherheitskonzept. „Wir haben Dinge gesehen, die sehr stark mit individuellen Störungen zu tun haben“, sagte Türoff: „Der erste Eindruck ist – ausdrücklich nicht bilanzierend -, dass das Sicherheitskonzept nicht irgendwie anders funktioniert hat als vorher.“
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Das Derby war die erste große Bewährungsprobe für das neue Sicherheitskonzept in Nordrhein-Westfalen. Im Juli hatten die Klubs und NRW-Innenminister Herbert Reul die „Stadionallianzen NRW“ vereinbart. Demnach soll sich die Polizei im Stadion komplett zurückziehen. Die Sicherheitsdienste der Vereine tragen somit größere Verantwortung.