Joshua Kimmich lässt nach Tod seines Vaters tief blicken
Kimmich? "Das Leben ist jetzt anders für ihn"
Joshua Kimmich kehrt nach einem schweren Schicksalsschlag auf den Platz zurück. Nach dem Remis gegen den BVB im Klassiker spricht der Bayern-Star über die schweren vergangenen Tage.
Der Klassiker war für Joshua Kimmich diesmal nicht nur aus sportlicher Sicht ein außergewöhnliches Spiel. Erstmals nach dem Tod seines Vaters stand der Nationalspieler beim FC Bayern wieder auf dem Platz – beim 2:2 gegen Borussia Dortmund kehrte er direkt in die Startelf zurück.
„Mein Vater hat mich immer begleitet, stand immer an meiner Seite, hat mich immer unterstützt. Er hat in Phasen an mich geglaubt, in denen ich selbst nicht an mich geglaubt habe. Deswegen ist es hart, zurückzukommen“, sagte Kimmich nach der Partie in der Mixed Zone.
FC Bayern: Kimmich erstmals seit Tod seines Vaters wieder auf dem Platz
Trotzdem sei es ihm wichtig gewesen, „wieder zurückzukommen. Wieder zu versuchen, in den normalen Alltag zu kommen, auch wenn man sich manchmal wünscht, dass die Welt ein bisschen stehen bleibt. Sie dreht sich leider und zum Glück weiter.“
Kimmichs Vater Berthold war im Alter von 57 Jahren verstorben, der trauernde Mittelfeldspieler hatte daraufhin mehrere Spiele verpasst.
„Unabhängig vom Ergebnis muss man schon sagen, dass wir gerade durch schwierige Wochen gehen. Der Trainer, die Verletzungen und ich persönlich jetzt. Jetzt zeigt es sich, ob wir ein Team sind, und jetzt müssen wir zusammenstehen“, meinte Kimmich bei Sky.
Darum umarmte Kimmich BVB-Trainer Kovac
Der 31-Jährige bedankte sich für die Anteilnahme, die ihm entgegengebracht wurde. „Wer dann alles auf der Beerdigung war, das war für mich persönlich, für meine Familie sehr, sehr besonders. Und das zeigt mir, dass ich hier am absolut richtigen Ort bin.“
Nicht nur der eigene Verein und der DFB, auch Protagonisten gegnerischer Vereine hatten ihm ihr Beileid ausgesprochen. Noch während der Partie hatte er BVB-Trainer Niko Kovac umarmt. „Er hatte mir unter der Woche geschrieben. Das fand ich sehr besonders, sehr speziell. Deswegen habe ich mich dafür bedankt.“