Wirbel um Füllkrug bei Bremen-Sieg in Mainz

Füllkrug vor DFB-Comeback? "Würde mich nicht darüber ärgern"
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Füllkrug vor DFB-Comeback? "Würde mich nicht darüber ärgern"

Niclas Füllkrug ist schon wieder der Held bei Werder Bremen. Um den Stürmer gibt es aber gleich zweimal Wut-Wirbel.

Niclas Füllkrug trifft einfach weiter, wie er will: Der Torgarant von Werder Bremen hat die Norddeutschen an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga herangeführt – und ein weiteres deutliches Zeichen an Bundestrainer Jürgen Klopp geschickt. Beim wilden 3:2 (2:1) der Bremer beim FSV Mainz 05 glänzte der Angreifer mit einem Doppelpack und unterstrich seinen Anspruch auf eine Rückkehr ins deutsche Nationalteam.

Mit zwei verwandelten Foulelfmetern (7./25.) trug Füllkrug maßgeblich zum dritten Saisonsieg der Grün-Weißen bei. Seine Zahlen sind beeindruckend: Er traf im sechsten Ligaspiel nacheinander und steht inzwischen bei acht Toren. Dazu war Ludovit Reis (61.) für die Gäste erfolgreich. Mainz verpasste trotz der Tore von Anthony Caci (33.) und Jae-Sung Lee (63.) den ersten Heimsieg der Saison, zuletzt hatte der FSV im März in der Liga zu Hause gewonnen.

Füllkrug streitet sich mit Amiri

Klopp hatte unter der Woche mit einem Schmunzeln noch Bedenken aufgrund von Füllkrugs Alter durchblicken lassen. Der Bremer schieße zwar „ein Tor nach dem anderen – aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld.“ Füllkrug, entgegnete Werder-Coach Daniel Thioune, gehöre „aktuell zu den besten deutschen Stürmern“.

In der 81. Minute wurde Füllkrug nach seinem Doppelpack ausgewechselt. Er reagierte wütend und brüllte die Verantwortlichen auf der Bank an. „Bei der Auswechslung war ich echt k.o und je kaputter man ist, desto höher sind die Emotionen. Das ist gar nicht böse gemeint, aber das ist dann manchmal so. Das sieht schon hitzig und witzig aus im Nachhinein“, sagte der Mann des Tages grinsend bei Sky. „Ich war fix und fertig und habe auf die Auswechslung gewartet, weil ich gemerkt habe, wir brauchen elf Mann auf dem Platz, die richtig marschieren können. Das Spiel hat sehr an den Kräften genagt.“

Übel nimmt ihm Trainer Thioune diesen Aufreger übrigens nicht – im Gegenteil. Füllkrug, lobte Trainer Daniel Thioune, „ist unser Leuchtturm – und er leuchtet gerade stark“. Nach dem Abpfiff gab es den nächsten Aufreger. Füllkrug lief jubelnd von der Bank aus auf den Platz, dann kam der Mainzer Nadiem Amiri herbei. Auf einmal standen sich beide Stirn an Stirn gegenüber und mussten von mehreren Kollegen getrennt werden. Während Füllkrug zunächst überrascht wirkte, war Amiri die Wut deutlich anzusehen.

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Füllkrug wütet nach Auswechslung

„Alles gut. Ich kenne ja Fülle. Mir sind ein paar Sachen im Spiel auf den Sack gegangen. Ich war ein bisschen sauer. So ist Fußball. Wir verstehen uns, es sind aber ein paar Beleidigungen gefallen. Aber kein Stress“, sagte Amiri bei Sky zur Szene.

Anders als in den vorherigen drei Partien musste Werder diesmal keinem Rückstand hinterherlaufen. Als erste Mannschaft der Bundesliga-Geschichte hatten die Bremer zuletzt dreimal nach einem 0:2 noch gepunktet.

Niclas Füllkrug war nach seiner Auswechslung wütend
Niclas Füllkrug war nach seiner Auswechslung wütendNiclas Füllkrug war nach seiner Auswechslung wütend© IMAGO/DeFodi Images

Nach der Werder-Führung entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Bremen profitierte von zwei Fouls der Gastgeber. Füllkrug, der schon in der Vorwoche gegen den SC Paderborn (2:2) doppelt getroffen hatte, verwandelte beide Elfmeter sicher.

Nachdem sich für den Torjäger bei einer Ecke frei im Strafraum sogar die Chance auf den dritten Treffer ergeben hatte, verkürzte Caci per Kopf. Mainz erhöhte danach den Druck: Phillipp Mwene verpasste den Ausgleich knapp (40.).

Füllkrug verwandelt zwei Elfmeter

Die Bremer sahen sich nach dem Seitenwechsel zahlreichen Angriffen der Rheinhessen ausgesetzt. Thiounes Team verteidigte konzentriert und ließ wenig zu, schaffte es offensiv aber seltener, Füllkrug in Szene zu setzen. Reis hatte dafür beim 3:1 Glück, dass Mwene den Ball unhaltbar abfälschte. Lees schnelle Antwort per Kopf sorgte für Spannung in der Schlussphase.

Füllkrug wurde in der 81. Minute ausgewechselt und schimpfte dabei in Richtung der eigenen Bank. Die Gründe dafür waren zunächst unklar.


Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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