Der Denkzettel an Koch hat Wirkung gezeigt

In Frankfurt gibt es derzeit nur ein Thema
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In Frankfurt gibt es derzeit nur ein Thema

Eine Woche nach der scharfen Kritik des eigenen Trainers liefert Eintracht-Kapitän Robin Koch gegen Köln eine starke Partie ab. Nach Abpfiff zeigt sich der 30-Jährige reflektiert und spricht offen über die zurückliegenden Tage.

Nach dem erlösenden Sieg gegen den 1. FC Köln schenkte Robin Koch einem kleinen Fan sein Trikot – und die Erleichterung war dem Kapitän von Eintracht Frankfurt deutlich anzusehen. Was war das auch für eine Woche gewesen!

Nach dem desolaten Auftritt beim 0:6 gegen RB Leipzig in der Vorwoche hat der Kapitän von Eintracht Frankfurt am Freitag einen starken Abend erlebt und der SGE zum verdienten 1:0 gegen den FC verholfen.

Robin Koch hat gegen Köln einen starken Auftritt abgeliefert
Robin Koch hat gegen Köln einen starken Auftritt abgeliefertRobin Koch hat gegen Köln einen starken Auftritt abgeliefert© IMAGO/STEINSIEK.CH

Der 30-Jährige überzeugte in der Defensive auf ganzer Linie: Koch gewann stolze 100 Prozent seiner Luftzweikämpfe und brachte starke 87 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Eine Woche, nachdem Eintracht-Coach Adi Hütter den Innenverteidiger für dessen Leistung scharf kritisiert hatte, zeigte Koch nun ein komplett anderes Gesicht.

Nach Kritik: Hütter mit Extralob für SGE-Star

„Ich muss der Mannschaft heute ein Riesenlob aussprechen“, freute sich der Kapitän nach Abpfiff bei Sky. „Die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, führt dann zu diesem Ergebnis.“ Zum ersten Mal seit sieben Monaten blieb Frankfurt in der Liga ohne Gegentreffer – daran hatte auch Koch seinen Anteil.

Nach dem Debakel in Leipzig hatte Hütter die Abwehr um Koch noch als „nicht bundesligatauglich“ bezeichnet und ausgerechnet den Kapitän zur Pause ausgewechselt. Nun sprach er seinem Abwehrchef sogar ein „Extralob“ aus. „Von den Zahlen her: Lufthoheit. Sensationell die Mannschaft im Griff gehabt. Für mich das beste Spiel abgeliefert“, sagte Hütter.

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„Es war keine einfache Woche für mich“, erklärte Koch seinerseits nach dem knappen Sieg gegen Köln. Außerdem verwies er darauf, dass Hütter bereits vor der Saison auf ihn zugekommen sei und ihm gesagt habe, dass es in einer „schwierigen Phase zuerst an die Führungsspieler und den Captain“ gehe – genau das war am vergangenen Wochenende dann auch passiert.

Koch: „Ich bin froh drum, dass ich es abbekomme“

Koch zeigte sich diesbezüglich jedoch äußerst reflektiert: „Ich bin froh drum, dass ich es dann mal abbekomme und vielleicht nicht irgendein Schwächerer. Das gehört dazu.“ Unter der Woche hatte es rund um die SGE kaum ein anderes Thema als die Trainer-Schelte am eigenen Spielführer gegeben.

„Natürlich ist es nie schön, wenn man in der Öffentlichkeit und der Presse so viel über sich lesen muss“, erklärte Koch. Doch es gehöre dazu, dass „wenn es im Verein nicht läuft, ich als Captain als allererstes angeprangert werde in der Presse und das Negative zuerst gegen mich geht.“

Er selbst habe nach all dem Trubel den Fokus auf sich selbst bereits unter der Woche wiedergefunden. Wie er verriet, holte er sich auch von seinem Vater Ratschläge. Harry Koch hatte von 1995 bis 2003 für den 1. FC Kaiserslautern gespielt und kennt das Profileben bestens. „Klar, mit dem telefoniere ich ab und zu. Gerade in so einer Situation hat er den einen oder anderen Rat“, sagte Robin Koch.

Hütter zur Koch-Kritik: „Wichtig, eine gewisse Wirkung zu erzielen“

Angesprochen auf seine harsche Kritik aus der Vorwoche erklärte Hütter: „Für mich als Trainer ist es immer wichtig, gewisse Wirkungen zu erzielen. Und der Robin hat sich das zu Herzen genommen. Deswegen kriegt er auch ein Extralob, aber nicht nur er, sondern die ganze Mannschaft. Es hat mich natürlich persönlich besonders gefreut.“

Vor Anpfiff hatte Hütter nochmal explizit betont, er habe seine Aussagen nach dem Leipzig-Spiel für die richtige Entscheidung gehalten.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)