Fall Kompany bewegt Doppelpass: Effenberg nimmt Bayern in Pflicht
Bittere Prognose! So lange soll Kompany ausfallen
Der Fall Vincent Kompany sorgt auch im Doppelpass für große Sorge. Stefan Effenberg sieht den FC Bayern gefordert, Rouven Schröder warnt vor einem gefährlichen Szenario.
Der Zusammenbruch von Vincent Kompany hat auch den Doppelpass bewegt. SPORT1-Experte Stefan Effenberg warnte eindringlich vor den kräftezehrenden Herausforderungen, denen Trainer täglich ausgesetzt sind – und nahm auch den FC Bayern in die Pflicht.
„Der Job kostet viel Energie. Du hast 25 oder 28 Spieler im Kader, die sind wie kleine Kinder, dazu kommen noch die PKs und so… das frisst einen schon auf“, erklärte der ehemalige Spieler des deutschen Rekordmeisters.
Laut Effenberg komme es nun „auch auf das Ärzte-Team des FC Bayern an, mal den Riegel davorzuschieben.“
Kompany? Effenberg erklärt Drucksituation
Kompany war am Freitag während eines Trainings der zweiten Mannschaft des FCB zusammengebrochen und anschließend mit einem Notarzt ins Krankenhaus gebracht worden. Zuvor hatte der Belgier an einer Virus-Infektion gelitten. Ob zwischen der Erkrankung und dem Kollaps ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt.
Trotz des Infekts hatte Kompany das Team auch zwei Tage zuvor beim 2:2 gegen den FC Arsenal in der Champions League betreut. „Natürlich will er bei solchen Spielen wie gegen Arsenal dabei sein, das kann ich auch nachvollziehen, aber das ist ein Zeichen, über das man nachdenken muss“, mahnte Effenberg. Es gebe nichts Wichtigeres als die Gesundheit: „Es sind Dinge, über die man nachdenken sollte, alles in einem Rahmen zu halten.“
Kompany wird den Bayern laut Sportvorstand Max Eberl voraussichtlich mehrere Wochen lang fehlen. Auch beim Bundesliga-Spitzenspiel gegen den SC Freiburg (17.30 Uhr im LIVETICKER) wird er von seinem Assistenten Aaron Danks vertreten.
Gerade auf den Trainern laste großer Druck, betonte Effenberg: „Wenn es als Trainer nicht läuft, bist du weg. Das ist bei Spielern anders, die kommen trotzdem irgendwo anders unter.“
Schröder: Auch Kompany ist angreifbar
Auch Rouven Schröder, Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, wählte im Doppelpass nachdenkliche Worte: „Man spricht immer von einem Hamsterrad und man dreht sich im Kreis. Trainer wie Vincent Kompany sind Perfektionisten. Er ist ein Fels.“ Doch auch der Bayern-Coach sei eben nicht unverwundbar.
Schröder führte aus: „Ich sage das immer wieder, schau dir den Vinnie Kompany an, wie der mit Druck umgeht und auf Fragen antwortet, auf die er nicht reinfällt. Es prallt gefühlt alles an ihm ab, und jetzt merken wir, dass der Fels angreifbar ist.“
Geht es nach dem Gladbach-Boss, müsse man „vermutlich auch mal entschleunigen und nicht immer eine Geschichte daraus machen, wenn der Trainer mal nicht da ist.“ Falls Bayern ohne Kompany Punkte liegen lasse, dürfe er nicht den Fehler machen und deswegen früher zurückkehren als es sinnvoll ist.