DFB-Doppelspitze bei der Eintracht?
Vor dem "gefühlten Restart" steht der Österreicher bei Eintracht Frankfurt vor einem Luxusproblem, will sich aber nicht in die Karten schauen lassen.
Jonathan Burkardt? Younes Ebnoutalib? Oder vielleicht beide? Trainer Adi Hütter steht beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt dank der beiden deutschen Nationalspieler vor einem kleinen Luxusproblem.
„Man kann sich als Klubtrainer glücklich schätzen, Optionen und Stürmer zu haben, die nicht nur beide einen guten Start mit ihren Toren hingelegt haben, sondern auch gut zusammenpassen“, sagte Hütter vor dem Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) bei RB Leipzig: „Aber als Trainer muss man immer flexibel sein.“
In welcher Konstellation er die beiden Torgaranten (zusammen sieben Saisontore) spielen lassen will, ließ Hütter offen. Aber: „Wenn man Spieler auf der Bank hat, die das Spiel noch beeinflussen können, ist das auf der einen Seite ein Luxusproblem, auf der anderen Seite aber auch sehr wichtig“, sagte der Österreicher. Im letzten Ligaspiel vor der dreiwöchigen Länderspielpause gegen den SC Freiburg (2:2) hatte er das Duo gemeinsam aufgeboten, jeder steuerte einen Treffer bei.
Hütter will Uzun wieder aufbauen
Anschließend reisten beide zum DFB. Wer spielt, könnte auch davon abhängen, ob sich Hütter für eine Dreier- oder Viererkette entscheidet.
Das erste Spiel nach der XXL-Pause sei „für die Klubtrainer wie ein Restart. Die dreiwöchige Pause war für die Nationaltrainer super, für die Klubtrainer nicht ganz so erfreulich“, erklärte Hütter. Während Ebnoutalib sich über seine ersten zwei Spiele im DFB-Trikot freuen durfte, leistete Hütter bei dem mit der Türkei glücklosen Can Uzun Aufbauarbeit.
„Ich habe die Möglichkeit genutzt, mit ihm darüber zu sprechen“, sagte er über seinen Youngster, der bereits nach zwei der vier teils klaren Niederlagen seines Landes aus Gründen der „Belastungssteuerung“ nach Frankfurt zurückgekehrt war. „Wenn du viermal verlierst und er und viele andere Spieler ausgebuht werden, macht das etwas mit dir“, sagte Hütter: „Er ist ein junger Spieler, das war eine unangenehme Erfahrung. Wir müssen ihn wieder auffangen.“