Frankfurt landet Befreiungsschlag dank Ex-Bayern-Talent

von SID
Ehrliches Gespräch mit Kompany führte zu seinem Wechsel
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Ehrliches Gespräch mit Kompany führte zu seinem Wechsel

Eintracht Frankfurt landet gegen Köln einen Befreiungsschlag. Entscheidend ist ein früheres Bayern-Talent.

Eintracht Frankfurt hat die erhoffte Reaktion gezeigt und in der Fußball-Bundesliga eine Krise nochmal abgewendet. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter schlug sechs Tage nach der 0:6-Klatsche gegen RB Leipzig dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang den 1. FC Köln mit 1:0 (0:0) und feierte zu einem wichtigen Zeitpunkt den zweiten Saisonsieg.

Nationalspieler Younes Ebnoutalib (77.) sorgte mit seinem Tor für ein Stück Wiedergutmachung, nachdem ihn Ex-Bayern-Talent Noel Aseko mustergültig in Szene gesetzt hatte.

Noel Aseko bereitete den entscheidenden Treffer vor
Noel Aseko bereitete den entscheidenden Treffer vorNoel Aseko bereitete den entscheidenden Treffer vor© IMAGO/HMB-Media International

Ob es ein Traumpass gewesen sei? „Ja auf jeden Fall“, sagte Ebnoutalib bei Sky. „Ich habe gar nicht gesehen, dass er den überhaupt gespielt hat. Ich dachte, der wäre so ein bisschen abgefälscht. Und dann war ich erst mal voll überrascht. Dann dachte ich erst, es wäre Abseits. Ich habe einfach weitergespielt, hab die kurze Ecke gesehen und ihn einfach reingeschoben.“

Hinten hielt Frankfurt erstmals in dieser Saison die Null. Die Eintracht verhinderte zum Auftakt des 6. Spieltags, weiter in Richtung der Abstiegszone abzurutschen und schob sich vor dem nächsten Härtetest bei Borussia Dortmund kommende Woche ins Tabellenmittelfeld vor. Beim FC verpuffte die Aufbruchstimmung nach dem Derbysieg der Vorwoche ein Stück weit.

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Hütter setzt auf DFB-Doppelspitze

Nach der herben Pleite in Leipzig sollte Hütters Team „am Freitag einfach ein Gesicht zeigen, bei dem man sieht, dass wir bis zum Schluss kämpfen und ackern“, hatte der Österreicher gefordert. „Von der ersten Minute an beißen, kratzen, zwicken“, lautete die Devise, die der Coach vorgab.

Dazu kehrte er zu einem 4-2-2-2 zurück und tauschte dreimal – allerdings nicht in der zuletzt schwache Defensive. Vorne setzte Hütter auf die DFB-Doppelspitze Jonathan Burkardt und Ebnoutalib, unter anderem Can Uzun saß zunächst draußen.

Beim FC, der laut Hütter durch den 2:1-Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach „Blut geleckt“ hatte, begannen bis auf den verletzten Ex-Frankfurter Ellyes Skhiri und Mikey Moore die Derbyhelden der Vorwoche. Wagner hatte gesagt, seine Mannschaft könne und müsse „viel Mut und ganz viel Selbstbewusstsein“ aus dem Erfolg der Vorwoche ziehen.

Wilder Beginn in Frankfurt

Beide Mannschaften begannen hochmotiviert, die Gäste schlugen beinahe sofort zu. Nach einem langen Ball verschätzte sich Nnamdi Collins, Bülter war frei durch und verlor nach 46 Sekunden das erste Duell mit Keeper Noah Atubolu. Im Gegenzug traf Ebnoutalib den Ball aus guter Lage nicht richtig (3.). Die heiße Anfangsphase kühlte allerdings schnell ab, beiden Mannschaften gelang nicht viel nach vorne.

Die SGE hielt den FC größtenteils aus dem eigenen Strafraum heraus, vereinzelt rutschte aber doch mal ein Ball durch. So musste Atubolu nach einem Freistoß erneut gegen Bülter (32.) retten. Die von Hütter geforderte Härte zeigte Frankfurt nur in Teilen.

Quasi mit dem Halbzeitpfiff vergab Said El Mala seine Chance nach einem Sololauf (45.+3). Danach begann Frankfurt drangvoller und Ebnoutalib köpfte knapp daneben (49.). Die Gastgeber blieben auf dem Gaspedal. Lilian Brassier (55.) prüfte Schwäbe, auch Chaibi (58.) köpfte zu ungenau. Ansonsten blieben alle Bemühungen erfolglos, bis Joker Noel Aseko Ebnoutalib per Geniestreich in Szene setzte und dieser kurz einschob.

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