Baum beklagt großes Problem des FC Augsburg
Traumtor! Bayern-Leihgabe glänzt als Joker
Trainer Manuel Baum beklagt die vielen Gegentore in den letzten Minuten: "Wir reißen uns die Dinge viel zu oft selbst ein."
Nach zwei Spieltagen war der FC Augsburg Tabellenführer, nach sieben Spielen ist er ins Mittelfeld abgesackt – Trainer Manuel Baum aber bleibt die Ruhe in Person. Vor dem Duell mit dem SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) hat er längst ausgemacht, woran es seiner Mannschaft mangelt: An einer verlässlichen Defensivarbeit über die gesamte Spielzeit.
Würden die Partien nach 75 Minuten abgepfiffen, „wären wir auf Tabellenplatz zwei“, rechnete Baum vor. In der Schlussphase aber kämen „die Verteidigungsthemen“ in einer punkteraubenden Häufigkeit vor: „Wir reißen uns die Dinge viel zu oft selbst ein. Mit ein oder zwei Toren weniger stünden wir besser da.“ So aber sind die Augsburger seit jetzt fünf Spielen sieglos und Tabellenneunter.
Baum hadert mit Augsburgs Problem
In der Bundesliga haben bislang nur der FC Bayern (25) und RB Leipzig (20) mehr Tore geschossen als Baums „brutal junge“ Mannschaft (17), mit bereits 13 Gegentreffern gehört sie aber eher zum unteren Drittel. Tatsächlich fielen sechs dieser Gegentreffer zwischen der 74. Minute und dem Schlusspfiff, in diesem Zeitraum verlor der FCA acht Punkte. Mit acht Zählern mehr lägen die Schwaben gleichauf mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund.
Die Fragen, die sich Baum mit seiner Mannschaft daher stellen will: „Wie schaffen wir es, die Punkte zu behalten? Wie können wir fokussiert in unserem Stil weiterspielen?“ Als Vorbild dient Baum nicht zuletzt der Gegner am Samstag. „Wir müssen, ähnlich wie Freiburg, auch unseren eigenen Spielstil auf den Platz bringen und daran festhalten.“
Wenig hilfreich auf der Suche nach defensiver Stabilität ist freilich, dass in der Abwehr U21-Nationalspieler Noakhai Banks weiter verletzt fehlt. Auch Calvin Brackelmann fällt gegen Freiburg aus, Juma Bah ist gesperrt. Dennoch will Baum dem Duell keinen richtungweisenden Charakter beimessen. „Ich schaue isoliert auf das Spiel. Es geht um die drei Punkte, dass wir die daheim behalten, und was danach ist, ist mir relativ wurscht.“