Emotionale Momente um Peter Hermann in Leverkusen
Bewegende Worte: Kovac kämpft mit den Tränen
Vor dem Heimspiel gegen Leipzig gedenkt Bayer Leverkusen des verstorbenen Peter Hermann. Geschäftsführer Simon Rolfes findet rührende Worte, auf der Tribüne gibt es minutenlangen Beifall.
Emotionale Momente in Leverkusen: Vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig (2:0) hat Bayer 04 seines langjährigen Co-und Interimstrainers Peter Hermann gedacht.
Die Fans in der BayArena präsentierten ein Banner für Hermann, der im Alter von 74 Jahren verstorben war: „Die treue Seele des Fußballs. Ruhe in Frieden, Peter Hermann“, stand darauf geschrieben. Vor Anpfiff gab es zudem eine Schweigeminute, beide Teams laufen mit schwarzem Trauerflor auf.
Rolfes emotional: „Eine ganz große Persönlichkeit“
„Er war einfach so herrlich Fußball-verrückt, er hat Fußball geliebt und das rübergebracht. Er ist eine ganz große Persönlichkeit dieses Vereins“, erinnerte Leverkusens Geschäftsführer Sport Simon Rolfes bei DAZN an Hermann.
„Er hatte das Herz wirklich beim Fußballer. […] Wenn es einem nicht gut ging, hat er gesagt: ‚Komm wir machen nochmal ein paar Passübungen oder Flanken.‘ Für ganz viele Spieler war er Bayer 04 und hat unglaublich viel dazu beigetragen, dass die Spieler hier eine erfolgreiche Karriere gemacht haben.“
Während Rolfes sprach, wurde auf den Stadion-Leinwänden ein Einspieler zu Hermann gezeigt: Als Spieler absolvierte er mehr als 200 Partien für die Werkself und war anschließend jahrelang als Co-Trainer sowie als Interimstrainer tätig. Auch die Leverkusener Amateure trainierte Hermann. Die Fans im Stadion honorierten die Bilder mit minutenlangem Applaus, bei einigen Anhängern flossen Tränen.
Hermann verstorben: Auch Kovac zeigt sich betroffen
Neben Leverkusen trainierte Hermann in seiner langen Karriere auch Borussia Dortmund oder den FC Bayern: Dort war er 2013 Teil des Trainerteams um Jupp Heynckes, das das erste Triple der Vereinsgeschichte gewann. Im Dezember 2022 beendete er beim BVB seinen letzten Job. Wie Rolfes verriet, habe man im Verein bereits lange von Hermanns Erkrankung gewusst: „Als gestern der Anruf kam, war es trotzdem noch mal erschütternd.“
Auch außerhalb von Leverkusen hatte Hermanns Tod große Trauer ausgelöst: So kämpfte BVB-Coach Niko Kovac auf der Pressekonferenz nach dem Dortmunder Sieg in Stuttgart sichtlich mit den Tränen.