Rodri? „Passt nicht zu Bayern“

Acht Worte bringen Effenberg Szenenapplaus ein

Acht Worte bringen Effenberg Szenenapplaus ein

Fehlt dem FC Bayern im Mittelfeld ein Spielertyp wie Rodri? SPORT1-Experte Stefan Effenberg vertritt eine klare Meinung.

Weltmeister Rodri ist schließlich zum FC Barcelona gewechselt – hat in den vergangenen Wochen aber auch rund um den FC Bayern für Gesprächsstoff gesorgt.

Die vieldiskutierte Frage lautet: Hätte der Spanier auch dem deutschen Rekordmeister weitergeholfen? SPORT1-Experte Stefan Effenberg äußerte zu diesem Thema im Doppelpass eine klare Meinung und hätte im Transfer eher eine Störung des Mittelfeldgefüges gesehen.

Stefan Effenberg ist von Rodris Qualität dennoch überzeugt
Stefan Effenberg ist von Rodris Qualität dennoch überzeugtStefan Effenberg ist von Rodris Qualität dennoch überzeugt© IMAGO/MIS

Rodri und der FC Bayern? Aus Effenbergs Sicht keine so gute Idee

„Dann hätte es geheißen: ‚Was mache ich jetzt mit Kimmich, mit Pavlovic, den ich weiterhin aufbauen will? Mit Bischof, der auch den Anspruch hat, vielleicht mal in diese Rolle zu wachsen'“, sagte der 58-Jährige in Bezug auf einen möglichen Rodri-Transfer an die Säbener Straße: „Du versperrst ja wieder irgendetwas und du bekommst Unruhe rein eigentlich.“

Transferexperte Florian Plettenberg deutete zuvor an, dass dem Rekordmeister im Mittelfeldzentrum noch ein Spieler auf dem allerhöchsten Niveau fehle, der aktuell nicht im Kader vorhanden sei. Der Wechsel von Rodri zum FC Barcelona sei ein „Champions-League-Transfer“ mit dem Anspruch des spanischen Meisters die Königsklasse zu gewinnen.

„Aber es hängt manchmal nicht nur von einem Transfer ab, um die Champions League zu gewinnen, sondern das, was in einer Saison innerhalb der Mannschaft auch wächst“, entgegnete Effenberg, der auch den Bayern den Anspruch attestierte, die Champions League zu gewinnen.

Zweifel an der Qualität des Spaniers habe er keineswegs: „Ich liebe diesen Spieler, muss ich mal dazu sagen. Spanien wurde auch Weltmeister, weil sie natürlich diesen erfahrenen, entscheidenden Spieler zentral hatten, der alles vorgibt und alles im Griff und alles in der Hand hat.“ Rodri wurde bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada zum Spieler des Turniers gewählt.

Der Spielertyp Rodri sei „ein Pfund, ganz klar. Aber das passt ja nicht zum FC Bayern München“, erklärte Effenberg. Zudem verwies er auf einen wichtigen Aspekt, der jegliche Diskussionen hinfällig gemacht hätte: „Ganz davon ab wollte Rodri nie zum FC Bayern und nicht nach Deutschland.“