Eberl-Vertrauter vor dem Aus?

"Das wäre finanziell und sportlich verkehrt"

"Das wäre finanziell und sportlich verkehrt"

Bayern-Chefscout Nils Schmadtke steht offenbar vor dem Aus beim deutschen Rekordmeister. Interne Kritik könnte dem Vertrauten von Sportvorstand Max Eberl auf die Füße fallen.

Beim FC Bayern München bahnt sich offenbar eine Personalentscheidung an. Wie Münchner Merkur/tz berichtet, steht Chefscout Nils Schmadtke vor dem Aus beim deutschen Rekordmeister.

Dem Bericht zufolge soll Sportvorstand Max Eberl über die bevorstehende Entscheidung informiert worden sein. Mit Schmadtke würde der 52-Jährige einen engen Vertrauten verlieren. Eberl selbst steht – wie SPORT1 zuletzt berichtete – weiterhin kurz vor einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern.

Nils Schmadtke steht offenbar vor dem Aus beim FC Bayern
Nils Schmadtke steht offenbar vor dem Aus beim FC BayernNils Schmadtke steht offenbar vor dem Aus beim FC Bayern© IMAGO/Christian Schroedter

Interne Kritik an Schmadtke

Ganz überraschend kommt die Entwicklung um Schmadtke, den Sohn von Ex-Bundesliga-Manager Jörg Schmadtke, nicht. Wie SPORT1 weiß, gab es schon im Frühjahr intern Kritik an der Arbeit des Chefscouts.

Dabei steht ein pikanter Vorwurf im Raum: Nach SPORT1-Informationen machen bestimmte Entscheider im Klub die Scouting-Abteilung dafür verantwortlich, dass immer wieder Personalplanungen des Klubs an die Öffentlichkeit gelangen. Unter anderem der „Maulwurf“-Verdacht könnte nun Schmadtke seinen Job in München kosten.

Hat Bayern schon einen Nachfolger im Visier?

Der 37-Jährige hatte seinen Posten im Oktober 2024 angetreten und daraufhin die Scouting-Abteilung umgekrempelt. Eberl und Schmadtke kennen sich schon seit der gemeinsamen Zeit bei Borussia Mönchengladbach, wo Schmadtke ein Jahr nach Eberls Abschied als Sportdirektor übernommen hatte.

Sollte sich der FC Bayern München vom 37-Jährigen trennen, steht nach tz-Infos Christopher Vivell als Nachfolger bereit. Der 39-Jährige arbeitete in Deutschland für die TSG Hoffenheim und RB Leipzig, bevor er 2022 nach England ging. Beim FC Chelsea war er als Technischer Direktor angestellt, seit 2024 arbeitet er als Leiter der Scouting-Abteilung bei Manchester United.

Vivell kennt Christoph Freund aus Salzburg

Sollte Vivell den Posten von Schmadtke in München übernehmen, dürfte sich die Macht-Statik beim Rekordmeister ändern. Während Schmadtke enger Vertrauter von Eberl ist, haben Vivell und der bayerische Sportvorstand noch nicht zusammengearbeitet. Vivell kennt hingegen Bayern-Sportdirektor Christoph Freund aus seiner Zeit bei RB Salzburg (2015-2020) sehr gut.

Bei Manchester United steht Christopher Vivell noch bis 2027 unter Vertrag. Somit würde für den FC Bayern eine Ablösesumme fällig werden, um den 39-Jährigen loszueisen.