Eberl gibt Einblicke bei Musiala
Eberl mit eindringlichen Worten über Musiala
Bayern-Boss Max Eberl äußert sich am Rande des Supercups gegen den BVB zur Gesundheit von Jamal Musiala. Vor allem der Zeitpunkt der Erkrankung ist Thema.
Die neurologische Erkrankung von Jamal Musiala war auch rund um den Franz-Beckenbauer-Supercup seines FC Bayern gegen den BVB (JETZT im LIVETICKER) noch das große Thema.
FCB-Sportvorstand Max Eberl hat am Rande des Titel-Duells in Dortmund Einblicke in Musialas Weg mit den sogenannten „Absencen“ aufgrund einer neurologischen Dysfunktion gegeben, die zuletzt zweimal für Schreckmomente sorgte.
Emotionale Worte von Eberl zu Musiala: „Das wünscht man keinem Menschen“
„Das wünscht man keinem Menschen. Es geht um die Gesundheit, das ganze Leben, was man noch vor sich hat“, fand Eberl bei Sky emotionale Worte, auch im Vergleich zu seinen eigenen Problemen in der Vergangenheit. 2022 war er wegen eines Burnout-Syndroms als Manager bei Borussia Mönchengladbach zurückgetreten.
„Das sind nochmal ganz andere Themen“, sagte er jetzt mit Blick auf Musiala: „Bei mir war es eine Erkrankung, die von der Arbeit kam. Die Krankheit, die bei Jamal kam, kann jeder Mensch bekommen, so traurig und so schlimm das ist. Ich wünsche es keinem.“
FC Bayern: Diese Frage bleibt unklar
Eine Frage, die die Öffentlichkeit beschäftigt: Seit wann leidet Musiala an seiner Krankheit? „Wir wollen den Zeitpunkt nicht nennen“, hielt sich Eberl bei Sat.1 bedeckt. Auch bei Sky verriet er lediglich: „Wir machen es mit ihm schon Monate, jetzt weiß es die Öffentlichkeit. Ich habe die Reaktionen auch alle verstanden, weil sie beim ersten Mal bei uns auch so waren. Jetzt ist es etwas Alltag geworden.“
Es sei „schon einige Zeit her“, fügte der Sportvorstand an und gab dann zumindest grobe Hinweise auf den Verlauf. „Die letzte Saison hat er gespielt, wir haben die Spielvorbereitung heute gegen den BVB gemacht – im Rückspiel, als wir hier gewonnen haben (3:2 am 28. Februar, Anm. d. Red.), hat er auf dem Platz gestanden“, sagte Eberl.
Musiala habe eine „sehr gute, lange Zeit“ ohne Probleme gehabt. „Jetzt hat sich was geändert in seiner Medikation. Jeder Mensch möchte keine Medikamente nehmen. Er möchte eben auch weniger. Er hat ein bisschen reduziert, jetzt müssen wir ein bisschen hochfahren wieder. Damit wir in diese anfallsarme Zeit wieder kommen“, erklärte der Bayern-Boss weiter.
Moderator Sebastian Hellmann wollte es daraufhin aber doch genauer wissen. „Der Mensch steht absolut im Vordergrund. Das steht über allem. Keine Frage“, betonte der Journalist: „Am anderen Ende ist er natürlich auch Sportler und muss für die Bayern Leistung bringen. War das schon Thema bei der Vertragsverlängerung von Jamal Musiala?“ Eberls Antwort fiel so kurz wie eindeutig aus: „Nein.“
Eberl über Musiala: „Der Platz war sein Heiligtum“
Für die Zukunft zeigte sich Eberl zuversichtlich – auch aufgrund von Musialas Umgang mit seiner Krankheit. „Jamal wollte immer auf den Platz. Er hat immer gesagt: Das ist seine Freude, das ist seine Medizin. Er will Fußball spielen, mit den Jungs zusammen sein.“
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Das habe der FC Bayern ihm „immer wieder gegeben, unter Berücksichtigung der Ärzte“, erzählte Eberl: „Wir haben immer nach dem grünen Licht gefragt und da war immer grünes Licht. Sonst hätten wir das nicht getan. Der Platz war sein Heiligtum und den werden wir wieder erreichen. Da bin ich mir sehr sicher.“