60 Mio. für El Mala? „Nie im Leben!“
Dortmund steigt aus El-Mala-Poker aus
Findet sich in diesem Sommer noch ein Verein, der bereit ist, für Said El Mala die geforderten 50 Millionen Euro zu bezahlen, stiege der 19-Jährige zum Rekordtransfer des 1. FC Köln auf. Für Mario Basler sind das vollkommen unverständliche Dimensionen.
Seine erste Bundesligasaison war noch nicht einmal beendet, da gehörte Said El Mala schon zu den heißesten Transfer-Aktien in Deutschland. Einen neuen Arbeitgeber hat er trotz monatelang andauernder Spekulationen noch immer nicht.
Zuerst scheiterte der FC Brentford, später verabschiedete sich der BVB medienwirksam aus dem Wettbieten und nun ist der Youngster auch bei RB Leipzig im Gespräch. Knackpunkt ist und bleibt immer wieder die kolportierte Forderung von mindestens 50 Millionen Euro, die der 1. FC Köln mit seinem Ausnahmekönner einstreichen möchte.
Sehr zum Unverständnis von Ex-Profi Mario Basler. In seinem Podcast „Basler ballert“ stößt er sich jedoch weniger an den Forderungen der Kölner, sondern vielmehr an der Zahlungsbereitschaft anderer Vereine: „Ich verstehe Borussia Dortmund überhaupt nicht. Ich verstehe auch RB Leipzig nicht, wie man für den Spieler El Mala 50 oder 60 Millionen Euro ausgeben will oder muss.“
El-Mala-Transfer: Macht RB Leipzig das Rennen?
„Ich würde nie 60 Millionen für El Mala bezahlen. Nie, nie im Leben“, unterstrich der SPORT1-Experte seine Aussage nochmals deutlich. Entscheidend sei für ihn vor allem das Alter und die fehlende Erfahrung des Flügelspielers: „Ich würde für diesen Spieler auch keine 30 Millionen bezahlen, weil ich einfach nicht weiß, wie er sich entwickelt.“
Der BVB war dem Vernehmen nach bereit, deutlich über diese 30-Millionen-Marke zu gehen, um sich mit dem 19-Jährigen zu verstärken. Das finale Angebot soll nur durch mögliche Boni die 50 Millionen überschritten haben. Bei den Domstädtern pocht man wohl auf genau diesen Betrag als fixe Summe plus mögliche Bonuszahlungen.
Rahmenbedingungen, die auch für RB Leipzig gelten. Nach dem Abgang Yan Diomandes und dem geplatzten Wechsel von Hoffenheims Fisnik Asllani steht El Mala nach SPORT1-Informationen sogar schon seit Monaten weit oben auf der Leipziger Liste. Zwar gilt klubintern eigentlich ein Transferlimit von maximal 50 Millionen Euro pro Spieler, bei El Mala wäre man aber wohl zu einer Ausnahme bereit.
Basler moniert fehlende Erfahrung
„Du kannst nach einem Jahr nicht 50 oder 60 Millionen Euro bezahlen. Ich kann das nicht nachvollziehen“, konterte Basler diese Absichten. „Das muss er erst einmal beweisen – vor allem dann auch mit den internationalen Spielen. […] Er kennt keinen Europapokal und nicht diese drei Spiele in einer Woche. Da weiß man doch gar nicht, wie er mit dieser Situation umgeht.“
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Die Qualität des Kölners, der sich in seiner ersten Bundesligasaison mit 18 Scorerpunkten in den Fokus spielte, wollte Basler jedoch nicht abstreiten: „Dass er ein Riesentalent ist und riesiges Potenzial hat, steht außer Frage. Darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren.“