Medien: FIFA gewährt Einsicht in Investorenpläne
Die Vorgänge um die verworfenen Pläne von Präsident Gianni Infantino sollen untersucht werden. Dazu gewährt die FIFA nun wohl Einsicht in Dokumente.
Im Streit um die gescheiterten Investorenpläne hat die FIFA den Mitgliedern seines Councils die Einsicht in „wichtige Dokumente“ zugesagt. Wie aus einem Schreiben von FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström, das unter anderem der BBC und The Athletic vorlag, am Montag kurz vor Fristende hervorgeht, sollen die Unterlagen jedoch nur unter strengen Vertraulichkeitsauflagen am FIFA-Hauptsitz in Zürich eingesehen werden können.
Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte der FIFA bis zum 2. November eine Frist gesetzt, um Details zu den verworfenen Plänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino offenzulegen und einen umfangreichen Fragenkatalog zur Entstehung des Projekts sowie zu dessen Governance zu beantworten. Welche Dokumente konkret zugänglich gemacht werden, blieb zunächst offen.
Scharfe Kritik an Infantino
Die UEFA hatte Infantino zuletzt scharf kritisiert, im Oktober in den USA rechtliche Schritte eingeleitet, um die Herausgabe von Dokumenten und Beweismaterial zu erzwingen, und mit einer Strafanzeige in der Schweiz gedroht. Auf einer Council-Sitzung hatte sich der Schweizer zwar für den inzwischen aufgegebenen Vorstoß entschuldigt, eine umfassende Erklärung zur Entstehung der Pläne aber verweigert und stattdessen um schriftliche Fragen gebeten.
In dem Schreiben an die Council-Mitglieder betonte Grafström laut der Berichte nun, die FIFA-Verwaltung arbeite weiterhin an einer Antwort auf den UEFA-Fragenkatalog. Zugleich unterstrich er, dass die Investorenpläne niemals ohne die zwingende Zustimmung des Councils und einer Mehrheit der Mitgliedsverbände hätten umgesetzt werden können. Durch den Rückzug des Vorhabens seien der FIFA zudem keine Nachteile entstanden.
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Infantino hatte nach breitem Widerstand den Plan aufgegeben, 20 Prozent der kommerziellen Rechte an der WM und weiteren Wettbewerben für mehr als vier Milliarden Dollar zu verkaufen. Der 56-Jährige strebt im kommenden März die Wiederwahl für eine vierte Amtszeit als FIFA-Präsident an. Die UEFA hat bisher keinen Gegenkandidaten benannt, die Frist dafür endet am 18. November.