Infantino-Nachfolger? Uli Hoeneß nennt „den idealen Mann“
Vor FIFA-Präsidentschaftswahl: Infantino bekommt Rückendeckung
Es wird nicht ruhig um Gianni Infantino und die FIFA-Präsidentenwahl im März 2027. Uli Hoeneß weiß, wer dieser Aufgabe gewachsen wäre - gäbe es nicht bestimmte Bedenken.
Spätestens nach dem geplatzten Verkauf der WM-Anteile steht FIFA-Präsident Gianni Infantino mächtig in der Kritik. Im März 2027 stellt sich der umstrittene Fußballfunktionär erneut zur Wahl. Kommt es zu einem Machtwechsel? In einem Interview mit der Welt verriet Uli Hoeneß, wer seiner Meinung nach eine Topbesetzung als Chef des Weltverbandes abgeben würde.
Hoeneß plädiert für seinen langjährigen Weggefährten Karl-Heinz Rummenigge. „Er wäre der ideale Mann. Ich würde ihn sofort wählen“, sagte Hoeneß. Was aus seiner Sicht für Bayerns Aufsichtsrat-Mitglied spreche? „International wird er enorm geschätzt.“
Eine Sache lässt Bayerns Ehrenpräsidenten an der Idee dennoch Bedenken haben: Rummenigges Alter. „Karl-Heinz müsste nur zehn Jahre jünger sein. Er wäre zum Zeitpunkt der Wahl 72 Jahre“, erläuterte der selbst 74-Jährige seinen Gedankengang.
Doch laut Hoeneß würde nicht nur das Alter eine entscheidende Rolle bei Rummenigge spielen, es müsse noch etwas anderes berücksichtigt werden. „Seine Frau würde nicht gerade jubeln, wenn er das machen würde“, ergänzte Bayerns Ehrenpräsident lachend.
Noch kein Gegenkandidat für Infantino gefunden
Im März wird das Amt des FIFA-Präsidenten neu vergeben. Europas Verbände rund um DFB-Präsident Bernd Neuendorf forderten zuletzt verstärkt einen Rückzug von Infantino. Dieser plant jedoch, seine Zeit an der Spitze um eine weitere Periode zu verlängern – einen Gegenkandidaten gibt es aktuell noch nicht.
Sowohl UEFA-Chef Aleksander Ceferin als auch der Katarer Nasser Al-Khelaifi haben eine Kandidatur ausgeschlossen. Dies soll auch für Victor Montagliani, Chef des Verbandes für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF), gelten. Die Nominierungsfrist endet am 18. November 2026.
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Während weiter nach einem Gegenkandidaten gesucht wird, nutzte Infantino zuletzt die Zeit, um weltweit für seine Wiederwahl zu werben. Afrika und Südamerika sprachen bereits ihre Unterstützung für den 56-Jährigen aus. Des Weiteren kann davon ausgegangen werden, dass auch die Opposition aus Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika nicht alle Mitglieder auf ihre Seite ziehen kann.