UEFA-Report: Trainer mit schwerem Stand – Transfermarkt boomt
Die UEFA veröffentlicht eine Reihe an Zahlen zur vergangenen Saison. Dabei gibt es einige interessante Trends.
Die Trainer haben im europäischen Spitzenfußball einen immer schwereren Stand. Dies geht aus dem am Freitag veröffentlichen „European Football Landscape Report“ der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hervor. Demnach stieg die Fluktuation auf der Cheftrainerposition in der Saison 2025/26 weiter an, im Durchschnitt wurde mehr als ein Trainerwechsel pro Klub vorgenommen. Insgesamt stellten die Erstligisten in Europa 738 Chefcoaches frei, was einer Steigerung von drei Prozent gegenüber der Vorsaison entspricht.
Insgesamt nahmen 63 Prozent und damit fast zwei Drittel aller Vereine aus den ersten Ligen in Europa einen Trainerwechsel vor. Die durchschnittliche Amtszeit liegt dank einiger Ausreißer nach oben bei 1,3 Jahren, die typische Amtszeit dauert dagegen sogar nur 0,9 Jahre (Medianwert). Auffällig ist generell, dass der Anteil an Cheftrainern mit eigener Profikarriere mit 68 Prozent so niedrig wie zuletzt vor fast zehn Jahren ist.
Mehr als zehn Milliarden Euro Transferausgaben
In Sachen Transfers sorgte die Sommerperiode auch in Europa für Rekorde. Die Klubs gaben diesen Sommer erstmals mehr als zehn Milliarden Euro aus und damit mehr als doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Dabei wuchs allein der englische Markt um 700 Millionen Euro und war damit größer als alle anderen nationalen Märkte zusammen. Klubs von der Insel zahlen gegenüber den geschätzten Marktwerten (Transfermarkt.com) mit 21 Prozent den höchsten Ablöse-Aufschlag in Europa.
Generell lockt der Fußball weiter die Massen in die Stadien, insgesamt strömten 116 Millionen Fans zu europäischen Erstliga-Spielen und damit mehr als je zuvor. In 27 Ligen wuchs der Zuschauerzuspruch gegenüber der Vorsaison an, 17 Spielklassen erreichten gar den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Die deutsche Bundesliga liegt mit einer Stadionauslastung von über 90 Prozent gemeinsam mit der englischen Premier League und der niederländischen Eredivisie an der Spitze.
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„Die Ergebnisse dieses Berichts bestätigen erneut den bleibenden Wert des europäischen Sportmodells“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: „Wettbewerbsausgewogenheit ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der Attraktivität des Fußballs, und die letzten Spielzeiten haben dies auf ermutigende Weise unter Beweis gestellt.“