Kloses Nürnberger verhindern erste Niederlage
Der 1. FC Nürnberg entgeht der ersten Saison-Niederlage gegen Cottbus. Sorgen gibt es um Miroslav Kloses Stürmer.
Der 1. FC Nürnberg marschiert weiter ungeschlagen durch die 2. Fußball-Bundesliga, sorgt sich aber um Senkrechtstarter Mohamed Ali Zoma. Der italienische Neu-Nationalspieler musste beim 1:1 (0:0) bei Energie Cottbus wegen einer Schulterverletzung schon vor der Pause ausgewechselt werden.
Durch das Remis festigte das Team von Trainer Miroslav Klose den zweiten Tabellenplatz. Torgarant Justin Butler (56.) brachte den FCE zunächst in Führung, der Stürmer traf im vierten Spiel in Folge. Styopa Mkrtchyan (79.) glich kurz vor Ende aber für die Gäste aus.
Nürnberg und Cottbus trennen sich Remis
Sechs Tage nach dem furiosen 4:4 gegen den VfL Wolfsburg bot Nürnberg diesmal mehr Magerkost statt Spektakel. „Es wird ein Kampf auch gegen das Publikum. Wir sind auf alles vorbereitet“, hatte Klose vor dem Anstoß bei Sky gesagt. Auf dem Rasen sah sich seine Elf zu Beginn einer Angriffswelle des FCE ausgesetzt, die der Club aber schadlos überstand.
Erst nach 20 Minuten war auch Nürnberg im Spiel angekommen und hielt dagegen, dann aber der Rückschlag: Zoma, bislang mit sieben Tore in dieser Saison, musste mit Schmerzen an der linken Schulter auf einer Trage vom Platz gebracht werden. Nach der Pause traf dann Butler nach schöner Vorarbeit von Leonardo Bittencourt ins leere Tor, ein weiterer Butler-Treffer fand wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung (63.). Mkrtchyan gelang der verdiente Ausgleich.
Klose: „Die Energie war von beiden da“
Club-Coach Miroslav Klose sprach nach Abpfiff bei Sky von „zwei gleichwertigen Mannschaften“, die er gesehen habe. Es sei genau das schwere Auswärtsspiel, das Klose erwartet habe. „Die Energie war von beiden da, die Zuschauer haben ein fantastisches Spiel gesehen.“ Trotzdem gab es für Klose Anlass zur Kritik: „Es war unsauber. Da, wo wir zwei Kontakte hätten nehmen müssen, haben wir direkt gespielt.“
Auf der anderen Seite freute man sich über den Punkt: „Wie jeder für jeden gekämpft hat – das fand ich außergewöhnlich“, sagte Energie-Keeper Marcel Lotka. Mit dem Zähler halten sich die Brandenburger nach dem Aufstieg weiterhin im Mittelfeld der Tabelle und konnten in acht Partien erst drei mal besiegt werden.