Verrücktes 4:4 schüttelt selbst Nürnberg-Trainer Klose durch

von SID
Hetzjagd gegen Reese? Sein Trainer stellt etwas klar
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Hetzjagd gegen Reese? Sein Trainer stellt etwas klar

In der turbulenten Schlussphase fallen gleich drei Tore. Nürnberg-Coach Miroslav Klose sieht seine Nerven strapaziert. Wolfsburg rettet spät ein Remis - und ist trotzdem unzufrieden.

Miroslav Klose hat schon viel erlebt im Fußball, aber dieses vogelwilde 4:4 (0:2) schüttelte auch den Rio-Weltmeister und deutschen Rekordtorschützen richtig durch. „Für die Zuschauer“, sagte der Trainer des 1. FC Nürnberg nach dem Last-Minute-Wahnsinn im Zweitliga-Topspiel gegen den VfL Wolfsburg, „war es ein fantastisches Spiel – für die Nerven der Trainer nicht so“.

FCN-Doppelpacker Piet Scobel sprach von einer „Achterbahn der Emotionen“, Kloses Wolfsburger Kollege Tobias Strobl meinte: „Es stand Topspiel drauf – und Topspiel war auch drin.“

Das wilde 4:4-Remis hinterließ Spuren bei Nürnberg-Coach Miroslav Klose
Das wilde 4:4-Remis hinterließ Spuren bei Nürnberg-Coach Miroslav Klose Das wilde 4:4-Remis hinterließ Spuren bei Nürnberg-Coach Miroslav Klose © IMAGO/Zink

Und zwar satt! Nach der Pausenführung der Gäste durch Tore von Hauke Wahl (12.) und Muhammed Damar (29.) drehte Nürnberg dank der Treffer von Scobel (52., 59.) und Toptorjäger Mohamed Ali Zoma (63.) das Spiel.

In der Nachspielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse: Alessio Besio (90.+2) glich aus, ehe Ioannis Masouras (90.+6) die erneute FCN-Führung besorgte. Doch Super-Joker Besio (90.+9) hatte das letzte Wort.

Klose: „Wir sehen uns schon als Top-Team“

„Wir dürfen uns nie und nimmer das 4:4 einfangen“, schimpfte Scobel. Klose war mit etwas Abstand gnädiger. „Wir sind oben dabei, wir haben eine gute Mannschaft. Wir sehen uns schon als Top-Team. Wir haben unsere Messlatte mit den letzten Leistungen sehr hochgelegt. Im Fußball musst du es aber immer bestätigen. Das muss unser Weg sein“, sagte er.

Nach sieben Spielen ist sein Club noch unbezwungen und belegt mit 17 Punkten hinter Tabellenführer Hertha BSC Aufstiegsplatz zwei. Topfavorit Wolfsburg hat als Fünfter weiter fünf Zähler Rückstand auf Nürnberg.

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„Die letzten Minuten waren heftig“, sagte VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler bei Sky, „wir hatten in einer richtig guten ersten Halbzeit alles im Griff, in der zweiten haben wir es komplett aus den Händen gegeben. Wir dürfen niemals so viel zulassen. Wir nehmen den Punkt mit, trotzdem bin ich nicht zufrieden.“

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