Watzke spricht über BVB-Intrigen
Hans-Joachim Watzke gibt Einblicke in seine Gefühlswelt. Unter anderem enthüllt der BVB-Präsident, dass er schon mit dem Gedanken gespielt hat, hinzuschmeißen.
Hans-Joachim Watzke hat offenbart, dass ihm die Präsidentschaftswahl im letzten Oktober schwer zu schaffen gemacht hat.
„Bestimmte Leute wollten verhindern, dass ich Präsident werde“, enthüllte Watzke im Sky-Format „Meine Geschichte“ und erklärte, was das in ihm ausgewirkt hat: „Dass das beim BVB passiert, nach 20 Jahren, das hat mich schon betroffen gemacht! Es war ein schweres Jahr für mich, also das Schwerste von den 20 Jahren.“ Er äußerte auch sein Unverständnis für die Gegenstimmen: „Ich war nie ein Diktator.“
Tatsächlich hatte der 67-Jährige lediglich 59 Prozent der Stimmen bekommen. Ein relativ nüchternes Ergebnis für den DFL-Präsidenten. Für Watzke war die Kandidatur trotzdem eine große Verantwortung, weil der BVB „nicht mal einen richtigen Gegenkandidaten hatte“ und „gar nicht richtig darauf vorbereitet gewesen wäre“, einen anderen Präsidenten zu bekommen.
Watzke: „Macht doch euren Scheiß allein“
„Es ist auch die ein oder andere Intrige gegen mich gelaufen“, schildert Watzke. Damals hatte Reinhard Lunow seine Kandidatur nach einer öffentlichen Auseinandersetzung zurückgezogen.
„Eigentlich tobte alles in mir zu sagen: Macht doch euren Scheiß allein“, stellt der mächtige Sauerländer dar, „aber so bin ich nicht erzogen. Das, was ich jetzt ungefähr gesagt habe, ist mir dann zwischen Backstage und Bühne durch den Kopf gegangen.“
Bei seiner Amtsannahme beruhigte er sich aber wieder: „Der Grad der Empörung ist dann jedem Meter dem Grad der Verantwortung gewichen.“
Heute ist der gebürtige Marsberger DFL- und BVB-Präsident. Hinzu kommen noch die Vizepräsidentschaften beim DFB und ein Amt bei der UEFA.