SID-Aufwärmrunde: Fünf Kernpunkte für das Rennen in Zandvoort

von SID
SID-Aufwärmrunde: Fünf Kernpunkte für das Rennen in Zandvoort

Der Weltmeister will den nächsten Sieg, der Lokalmatador einen versöhnlichen Abschied: Der Ausblick auf das zwölfte Saisonrennen.

Formel-1-Weltmeister Lando Norris will am Sonntag beim Großen Preis der Niederlande (15.00 Uhr/RTL und Sky) seinen zweiten Sieg nacheinander feiern. In der Gesamtwertung liegt der Brite noch weit hinter Spitzenreiter Kimi Antonelli – doch ein weiterer Triumph des Titelverteidigers würde ein deutliches Signal an den Teenager und die Silberpfeile senden. Vor allem der Start wird dabei wohl entscheidend sein, Überholmanöver sind in Zandvoort traditionell kaum möglich. Für Chaos könnte aber immer das Wetter sorgen – ein Ausblick auf den zwölften Grand Prix der Saison.

AUFSCHWUNG: Erst die zweite Pole Position in Folge, dann der zweite Grand-Prix-Sieg? Lando Norris und McLaren präsentieren sich auch in Zandvoort stark, bestätigen den positiven Eindruck von vor der Sommerpause in Ungarn. Geht in der zweiten Saisonhälfte doch noch was im Titelkampf? Noch liegt der Weltmeister 90 Punkte hinter Kimi Antonelli. „Es liegt noch ein sehr langer Weg vor uns“, sagte Norris: „Ich bin optimistisch, ich glaube nach wie vor daran, dass es möglich ist, und das ist alles, was ich im Moment brauche.“

NERVEN: Ein Patzer im Sprint-Qualifying, ein entscheidender Fehler in der Qualifikation für das Hauptrennen: Antonelli kommt zwischen den Dünen noch nicht so richtig in den Flow. Spielt plötzlich doch der Kopf eine Rolle? „Ich spüre keinen zusätzlichen Druck“, versicherte der Italiener. Das bisherige Wochenende sei aber „ein sehr guter Weckruf“. Trotz aller Schwierigkeiten glaubt Antonelli weiter an seine Chance im Grand Prix.

FRISCHER WIND: „Nach der Pause fühle ich mich einfach viel entspannter“, sagte George Russell nach seinem Sieg im Sprint und Platz zwei bei der Zeitenjagd: „Der Druck ist weg. Ich habe nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen.“ Der zweite Silberpfeil hat das schwierige Ende der ersten Saisonhälfte abgeschüttelt, im Rennen kann der frisch verlobte Russell nun weitere Punkte von Antonellis Vorsprung abknabbern. „Ich genieße es einfach, zu fahren“, sagte der Brite, der seinerseits noch 56 Zähler hinter seinem jungen Teamkollegen liegt.

ABSCHIED: Zum vorerst letzten Mal startet Max Verstappen in sein Heimspiel – im kommenden Jahr fehlt der Traditionskurs im Rennkalender. Der viermalige Weltmeister will seiner „Orange Army“ unbedingt noch einmal eine große Show liefern, bislang lief aber wenig nach Plan. Nach Platz sechs im Sprint reichte es in der Qualifikation nur zum siebten Rang. „Wir sind einfach zu langsam“, monierte Verstappen – der zu allem Überfluss auch noch körperlich angeschlagen ist.

RADAR: Kommt der Regen? Kommt er nicht? Laut aktueller Wetterprognose soll es am Sonntag während des Rennens wohl trocken bleiben. Doch im Küstenort an der Nordsee können sich die Bedingungen rasend schnell ändern – das zeigten Sprint und Qualifying. Die Fahrer und Teams müssen zu jeder Sekunde wachsam bleiben. Sollte es regnen, wären Spektakel und Chaos vorprogrammiert, schließlich fehlt es den Piloten an Erfahrung mit den neuen Autos bei nassen Bedingungen.