Eishockey-WM: Österreicherinnen verlieren historische Premiere

von SID
Eishockey-WM: Österreicherinnen verlieren historische Premiere

Nach turbulenten letzten Monaten unterliegt Österreich im ersten Spiel bei einer A-WM.

Österreichs Eishockey-Frauen haben in ihrem Premierenspiel bei einer A-WM eine Überraschung verpasst. Nach turbulenten vergangenen Monaten, in denen nach einem Streit mit dem Verband ÖEHV sogar ein Turnierboykott im Raum gestanden hatte, mussten sich die Aufsteigerinnen von Teamchef Alexander Bröms zum Auftakt im dänischen Esbjerg dem Vorjahresvierten Tschechien mit 1:4 (1:1, 0:1, 0:2) geschlagen geben.

Am Samstag (19.00 Uhr) sind die Österreicherinnen der erste Gegner der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Titelverteidiger und Olympiasieger USA sowie die Schweiz komplettieren die Gruppe A, in der im neuen Modus nicht mehr die fünf besten Nationen der Weltrangliste spielen. Seit diesem Jahr gibt es zwei ausgeglichene Staffeln.

Ein WM-Boykott stand im Raum

Österreich ging durch Anna Meixner (8.) zwar überraschend in Führung, die Tschechinnen gewannen aber letztlich souverän durch die Tore von Klara Hymlarova (19.), Natalie Mlynkova (34.) und Katerina Mrazova (53., 59.).

Die WM-Premiere Österreichs stand in den vergangenen Monaten sogar auf der Kippe. Im Zentrum des Streits mit dem Verband standen vor allem professionellere Bedingungen für die Spielerinnen. Im März hatten sie dem ÖEHV einen Katalog mit Forderungen vorgelegt. Nachdem Zusagen ausblieben, verzichtete elf Nationalspielerinnen um Kapitänin Meixner auf einen Lehrgang in der Slowakei. Auch ein WM-Boykott stand im Raum, erst im September wurde der Disput beigelegt.