Wade rührt mit Smith-Aussage

Wade rührt mit Smith-Aussage

Nach seinem Triumph bei der Flanders Darts Trophy richtet James Wade bewegende Worte an Finalgegner Ross Smith. Dabei erinnert der Engländer auch an dessen verstorbene Mutter.

James Wade hat nach seinem Triumph bei der Flanders Darts Trophy emotionale Worte für seinen Finalgegner Ross Smith gefunden. Dabei erinnerte der Engländer auch an Smiths verstorbene Mutter.

Wade hatte seinen Landsmann am Sonntagabend im Endspiel von Antwerpen mit 8:4 bezwungen und damit eine lange Durststrecke beendet. Zehn Jahre nach seinem bislang letzten Erfolg auf der European Tour durfte „The Machine“ wieder einen Titel auf der europäischen Bühne feiern.

Nach dem Finale rückte der 43-Jährige allerdings nicht nur seinen eigenen Erfolg in den Mittelpunkt. Stattdessen würdigte er die Entwicklung seines Gegners – und wurde dabei persönlich.

„Wenn seine Mutter heute noch hier wäre, wäre sie so, so stolz auf ihn“, erklärte Wade im Anschluss bei PDC.TV.

Wade erinnert sich an Smiths Mutter

„Sie hat mir immer erzählt, wie großartig er einmal werden würde“, erinnerte sich Wade. Zunächst habe er die Aussagen vor allem als mütterlichen Stolz verstanden: „Ich dachte immer, das sei einfach eine weitere durchschnittliche Person, die über ihren Sohn spricht.“

Inzwischen sieht Wade das anders. „Er ist weit über das hinausgegangen, was seine Mutter von ihm erwartet hat – und auch über das, was ich von ihm erwartet habe.“

James Wade richtet nach seinem Finalsieg emotionale Worte an seinen Gegner Ross Smith
James Wade richtet nach seinem Finalsieg emotionale Worte an seinen Gegner Ross SmithJames Wade richtet nach seinem Finalsieg emotionale Worte an seinen Gegner Ross Smith© IMAGO/Eibner

Tatsächlich spielt Smith 2026 eine seiner erfolgreichsten Saisons. Erst Ende Mai gelang dem Engländer bei den International Darts Open in Riesa der lange ersehnte erste Triumph auf der European Tour. Zuvor hatte Smith vier Endspiele auf der Tour verloren – gegen Dave Chisnall und Gary Anderson 2024, Martin Schindler 2025 sowie Gerwyn Price im April dieses Jahres. Im fünften Anlauf bezwang er Ryan Searle schließlich mit 8:3.

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Der Erfolg wurde für Smith auch emotional. Nach seinem Titelgewinn widmete er den Triumph seinen Eltern: „Das war für meinen Vater und meine Mutter.“

Smith mit starkem Darts-Jahr

Und der Triumph in Riesa blieb nicht Smiths einziger großer Erfolg. Erst eine Woche vor dem Finale gegen Wade hatte der 37-Jährige bei der Hungarian Darts Trophy in Budapest seinen zweiten European-Tour-Titel des Jahres gewonnen. Im Finale fertigte er den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson mit 8:2 ab, spielte dabei einen Average von über 101 Punkten und checkte 73 Prozent seiner Doppel. Insgesamt kommt Smith 2026 bereits auf vier PDC-Ranglistentitel.

In Antwerpen folgte nun das nächste Endspiel – diesmal allerdings mit Wade als Spielverderber. Für den Routinier selbst war der Erfolg ebenfalls etwas Besonderes: Zuletzt hatte er 2016 in Hamburg auf der European Tour triumphiert.

Ganz ohne den für ihn typischen trockenen Humor beendete Wade das Interview dennoch nicht. Seine wechselhaften Leistungen kommentierte er mit den Worten: „Ich bin James Wade. Manchmal ist es gut, manchmal ist es schlecht.“

Dann grinste er über seine eigene Unbeständigkeit: „So ist das bei mir. Wenn es die ganze Zeit gut wäre, würde ich sie alle mit 8:0 schlagen.“