Hoeneß gedenkt Mateschitz

Red Bull statt SAP? Hoeneß teilt kuriose Namens-Anekdote
1:45

Red Bull statt SAP? Hoeneß teilt kuriose Namens-Anekdote

Seit 2024 haben die Basketballer des FC Bayern mit dem SAP Garden eine neue Heimat. Uli Hoeneß gedenkt bei einer Jubiläumsfeier vor allem Förderer Dietrich Mateschitz.

11.500 Plätze bietet der SAP Garden den Basketballern des FC Bayern als neue Heimat. Nach mehreren Umzügen in den vergangenen Jahren soll der siebenmalige deutsche Meister im Münchner Olympiapark nun endlich sesshaft werden. Dass dies überhaupt möglich wurde, liegt für Uli Hoeneß vor allem am verstorbenen Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz.

„Eigentlich müsste die Halle auch nicht SAP Garden, sondern Didi-Mateschitz-Arena heißen, denn er war der treibende Motor in Salzburg. Leider ist er verstorben und es ist wahnsinnig schade, dass er dieses wunderbare Bauwerk nie hat erleben dürfen“, erklärte der FCB-Ehrenpräsident auf dem Podium der Jubiläumsfeier zum 80-jährigen Bestehen der Basketballabteilung.

Mateschitz unterstützte den Bau des SAP-Gardens

Aber was hat der Österreicher mit dem FC Bayern zu tun? Hintergrund ist die Mehrzwecknutzung der 2024 eingeweihten Arena, in der auch der EHC Red Bull München seine Heimspiele in der Eishockey-Bundesliga austrägt. „Es war so, dass er einen Partner gesucht hat, weil er den EHC München beziehungsweise die Eishockeymannschaft kaufen wollte. Aber es war ihm klar, dass man mit einem Verein so eine tolle Halle nicht bauen kann,“ erklärte Hoeneß später in der Mixed Zone.

Anfang der 2010er Jahre hatten Hoeneß und Mateschitz die Verhandlungen zu einer gemeinsamen Sportstätte aufgenommen. „Dann kam er auf uns zu, ob wir diese Halle gemeinsam bauen. Ich bin nach Salzburg gefahren und er hat alles toll und in den besten Farben gezeichnet. Ich habe ihm gesagt: ‚Herr Mateschitz – ich war damals noch mit ihm per Sie –, eines ist klar: Wir haben kein Geld, um etwas beizutragen.'“

Dennoch kamen die beiden Geschäftsmänner überein und Mateschitz sagte eine umfangreiche Finanzierung zu, an der auch Hoeneß‘ Gefängnisaufenthalt von 2014 bis 2016 nichts ändern sollte. „Ich kann mich noch entsinnen, bevor ich ins Gefängnis kam, hatte er mir zugesagt: ‚Für 120 Millionen mache ich das.‘ Und als die Halle dann fertig war – die Corona-Zeit hat da leider vieles kaputt gemacht –, hat die Halle 320 Millionen gekostet und Mateschitz hat gesagt: ‚Mein Wort gilt.‘ Wo gibt’s das heute noch?“